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Importsteuer in den Niederlanden lässt AzV-Preise in Münster steigen

Die niederländische Importsteuer für Abfälle zur Verbrennung hat erste Auswirkungen im deutschen Entsorgungsmarkt.
Die niederländische Importsteuer für Abfälle zur
Verbrennung hat erste Auswirkungen im deutschen
Entsorgungsmarkt.
17.01.2020 − 

In Folge der seit Beginn des Jahres in den Niederlanden erhobenen Importsteuer auf Abfälle zur Verbrennung steigen in der westfälischen Stadt Münster die Entgelte für die Entsorgung von gemischten Abfällen zur Verwertung (AzV). Wie einer Beschlussvorlage zu entnehmen ist, wollen die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) den Tarif für die Entsorgung von gemischten Abfällen zum 1. April von 190 € pro Tonne auf 230 € pro Tonne anheben.

Der AWM betreibt eine eigene mechanische Restabfallaufbereitungsanlage (MRA), in der die angenommenen Abfälle vorbehandelt werden, bevor die heizwertreiche Fraktion zur thermischen Verwertung zu Twence ins niederländische Hengelo gebracht wird.

Damit sind zumindest die Sortierreste aus Münster von der neuen Verbrennungssteuer betroffen, was aber noch nicht im Entgelt eingepreist war. Bei der Kalkulation der Tarife im Herbst 2019 hätten die Abfallwirtschaftsbetriebe noch nicht mit der Erhebung der Einfuhrsteuer zu diesem frühen Zeitpunkt gerechnet, heißt es in der Beschlussvorlage.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 04/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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