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Untersteller lobt Kunststoffrecycler Graf

rezyklierte Kunststoffe
rezyklierte Kunststoffe (Symbolbild)
14.02.2020 − 

Der Kunststoffverarbeiter Otto Graf hat heute sein Kompetenzzentrum für Rohstoffe in Herbolzheim feierlich in Betrieb genommen. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller lobte das große Engagement des badischen Familienunternehmens für das Recycling von Kunststoffen: "Die Otto Graf GmbH beweist, dass Kunststoffrecycling auf einem hohen Niveau funktioniert. In dem neuen Recyclingwerk werden Rezyklate hergestellt, die nahezu die Qualität von Primärrohstoffen erreichen."

Die neu gebaute Sortieranlage von Graf kann auf sehr hohem Niveau Kunststoffarten trennen. Zudem erkennt die Technik Verunreinigungen im Kunststoff-Mahlgut und sortiert sie im Prozess aus. Dadurch könne nahezu Primärrohstoffqualität beim Rezyklat erreicht werden. Mit der Anlage können zukünftig jährlich über 50.000 Tonnen Altkunststoffe recycelt werden. Das vermeidet im Jahr bis zu 100.000 Tonnen CO2-Emissionen.

Die 30 Mio € teure Investition war mit 8 Mio € aus dem Umweltinnovationsprogramm desBundesumweltministeriums gefördert worden. Graf verarbeitet in Teningen gewaschene und zerkleinerte Hartkunststoffe, die aus der Sortierung von gewerblichen und kommunalen Abfällen stammen. Dabei zielt Graf auf Massenkunststoffe wie PE und PP. Mit der Anlage sollen insbesondere dunkel bis schwarz eingefärbte Kunststoffabfälle erkannt und deren sortenreine Trennung möglich werden.

In einem rohstoffarmen Land wie Baden-Württemberg sei die Rohstoffsicherung und der kluge und effiziente Umgang mit vorhandenen Ressourcen von existenzieller Bedeutung für die Wirtschaft, sagte Minister Untersteller. "Wir müssen weg von der Linear- und damit Wegwerfwirtschaft hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft. Die Otto Graf GmbH zeigt uns nicht nur, 'dass' das funktioniert. Sondern 'wie gut'." In einer Zeit, in der andere Hersteller noch überlegen, Rezyklate einzusetzen, sei die Otto Graf GmbH schon einen großen Schritt weiter.

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