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Tiefseeexport treibt Stahlschrottpreise nach oben

Der Tiefseeexport treibt derzeit die Schrottpreise.
Der Tiefseeexport treibt derzeit die Schrottpreise.
18.07.2017 − 

Nach dem Rückgang in den Vormonaten sind die Preise auf dem deutschen Stahlschrottmarkt im Juli wieder leicht angezogen. Den Rahmen für diese Entwicklung gaben vor allem die türkischen Stahlwerke vor. Sie verfügen den Angaben zufolge über eine sehr gute Auftragslage mit einem entsprechend hohen Schrottbedarf, so dass der Tiefseeexport zuletzt erhebliche Mengen Schrott vom Markt abzog.

Die gute Auslastung der türkischen Werke begründen Marktteilnehmer sowohl mit einem hohen Inlandsbedarf als auch mit einer kräftigen Nachfrage aus den Ländern des Nahen Ostens. Die italienischen Werke profitieren ebenfalls von Aufträgen aus Algerien, nachdem die lange erwarteten Importlizenzen für Betonstahl erteilt wurden. Gleichzeitig fehlt der Druck chinesischer Anbieter. Es tue dem Markt gut, dass von dort derzeit kein Stahl komme, sagte ein Händler. Die drohenden Importzölle der USA schwebten jedoch wie ein Damoklesschwert über dem Markt.

Nachfrage im Inland insgesamt gut

Die Schrottnachfrage auf dem Inlandsmarkt ist dank einer kräftigen Stahlkonjunktur insgesamt gut, wozu auch die integrierten Stahlwerke weiter ihren Beitrag leisten. Trotz gesunkener Erz- und Kokspreise halten sie den Angaben zufolge die Schrottquote stabil und fragen weiterhin erhebliche Mengen Neuschrott am Markt nach.

Auch wenn es regional sowohl bei den Stahlwerken als auch bei den Anfallstellen durch Werksstillstände zu Verschiebungen kommen kann, halten sich Angebot und Nachfrage von Schrott auf leicht vermindertem Niveau die Waage. Für August wird weiterhin mit einem festen Markt gerechnet.

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