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Schrottpreise zum Jahresbeginn dank hoher Exportnachfrage weiter im Aufwind


Die Schrottpreise sind im Januar den
dritten Monat in Folge gestiegen.
20.01.2020 − 

In den meisten Fällen startet der Stahlschrottmarkt das Kalenderjahr mit Preisaufschlägen. Dieses im Vorjahr ausnahmsweise gebrochene Muster hat in 2020 wieder Gültigkeit. Die sich bis zum Ende der dritten Kalenderwoche hingezogenen Verhandlungen zwischen Stahlwerken und Großhandel mündeten in Preisaufschlägen um einen zweistelligen Eurobetrag.

Dabei galt: Je länger mit dem Vertragsschluss gewartet wurde, desto geringer fiel das Plus aus. Denn der zuvor starke Exportpreis hat zuletzt wieder nachgegeben. Dies dämpft nun auch die Preiserwartungen der Händler für Februar.

Vor allem die hohe Schrottnachfrage der Türkei gab den Schrottpreisen im Januar den dritten Monat in Folge starken Auftrieb. Die Verhandlungsposition der deutschen Stahlwerke war dabei umso schlechter, je niedriger der aktuelle Lagerbestand der Werke nach der Ferienzeit war.

Insgesamt wird die aktuelle Schrottnachfrage der deutschen Stahlwerke von den Händlern als gut beschrieben. Die Auftragslage für Bewehrungsstahl sei aufgrund des anhaltenden Baubooms weiterhin hoch und befördere den Schrottbedarf. Dies sowie der weitere Anstieg der Schrottpreise, aber auch die Aussicht auf eventuell im Februar wieder fallende Preise, setzten beim Schrotthandel zum Jahresbeginn viele Mengen frei, die im Dezember noch zurückgehalten wurden.

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EUWID Preisspiegel Stahlschrott Deutschland

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