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Unbefriedigende Aussichten für PET-Recycler


PET-Recycler weiter mit Absatzschwierigkeiten.
07.07.2020 − 

Im Juni stiegen die Preise für PET-Neuware zwar leicht an. Doch vorerst bringt das Plus für die PET-Recycler in Deutschland keine Entspannung. Neuware bleibt weiterhin günstig. Angesichts einer schwachen Nachfrage nach Rezyklaten aus fast allen Abnahmebereichen sowie den Sommerferien mit weiteren Produktionskürzungen und Betriebsruhen stehen die PET-Recycler vor großen Herausforderungen. Der Juli werde nochmals ein schlechter Monat, meinten die meisten PET-Recycler. Die Branche hofft allerdings auf eine Trendumkehr, die ab Mitte August beginnen könnte.

Auch im Juni mussten einige PET-Recycler weiter Kurzarbeit einlegen, andere kürzten die Produktion und mussten dennoch Flakes auf Lager legen. Das Flaschenaufkommen stieg ab der zweiten Monatshälfte deutlich an. Recycler, die noch weitgehend voll produzierten, hatten den Eindruck, dass sie mit Flaschen „zugeschüttet“ wurden, weil Mitbewerber ihren Einkauf zurückgefahren haben.

Das Flaschenaufkommen gilt als ordentlich, auch wenn im Vergleich zum Vorjahr ein geringerer PET-Einweg-Absatz spürbar ist. Der Verkauf von Soda-Sprudlern, der Zugewinn von Mehrwegglas sowie infolge der Corona-Beschränkungen ein stark gesunkenes Aufkommen an 0,5-Liter-PET-Flaschen aus dem Gastro-Bereich sorgen für einen Mengenrückgang um deutlich über zehn Prozent. Gleichwohl dürfte in den nächsten Wochen das Aufkommen an PET-Pfandflaschen saisonal weiter steigen.

Eine ausführliche Berichterstattung zur Lage am Markt für gebrauchte PET-Flaschen lesen Sie in Ausgabe 28/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle schon jetzt online zur Verfügung:

EUWID-Preisspiegel: Gebrauchte PET-Einweg-Pfandflaschen

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