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Alttextilmarkt: Stresstest für die Branche dauert an


Läger der Sammelunternehmen
weiterhin "voll bis unter die Decke".
06.10.2020 − 

Eine Erholung auf dem Markt für Alttextilien ist nach wie vor nicht in Sicht. Die Verunsicherung bei den Marktakteuren ist weiterhin hoch, ebenso der Anpassungsbedarf in der Produktion bei einem hohen Mengendruck an Originalsammelware. „Der Stresstest für die Branche“ gehe also weiter.

Gleichwohl sei der „Mengendruck nicht mehr ganz so brutal hoch wie zur Zeit der Ausmistaktionen im Frühjahr“, so ein großes Sammelunternehmen im Gespräch mit EUWID. Dass nun weniger Altkleider in den Boxen lande, dürfte auch dem schwächeren Textileinzelhandel geschuldet sein. Aber hinsichtlich der Lagerhaltung „ist man immer noch voll bis unter die Decke“, äußerte sich ein maßgebliches Unternehmen stellvertretend für die gesamte Branche. Positiv sei zumindest, dass die Sortierbetriebe dem Vernehmen nach bislang von einem Coronaausbruch verschont geblieben seien, die Hygienekonzepte in den Unternehmen hätten sich mithin offenbar bewährt.

Nach wie vor dünnen gewerbliche Sammelunternehmen ihr Containernetz selektiv aus. Letztlich steht jeder einzelne Stellplatz auf dem Prüfstand: Bei geringer Menge und vielen Beistellungen, vor allem aber bei schwacher Qualität und hohem Müllanteil wird der entsprechende Container abgezogen oder zugesperrt. Denn neben dem schwierigen Absatz an sortierten Artikeln sind vor allem die schwindende Qualität der Sammelware in Kombination mit zugleich hohen Müllanteilen die größten Probleme in der gesamten Wertschöpfungskette.

Den kompletten Marktbericht inklusive des aktuellen Preisrahmens für Originalsammelware lesen Sie dieseWoche in EUWID Recycling und Entsorgung 41/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht der Marktbericht bereits online zur Verfügung:

Marktbericht für Alttextilien

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