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Abfalltransporte mit der Bahn 2019 auf Tiefpunkt


2019 wurden 11,5 Mio Tonnen Abfälle und
Sekundärrohstoffe per Bahn transportiert.
28.05.2020 − 

In Deutschland werden immer weniger Abfälle über die Schiene transportiert. Die per Eisenbahn abgewickelten Transporte von Abfällen und Sekundärrohstoffen sanken 2019 gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf 11,5 Mio Tonnen, geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Es ist der niedrigste Stand in der seit neun Jahren von Destatis erhobenen Datenreihe. Im Jahr 2011 summierten sich die Abfalltransporte über das Schienennetz noch auf 16,2 Mio Tonnen.

Vor allem bei der Gütergruppe „Sonstige Abfälle und Sekundärrohstoffe“, worunter insbesondere schwere Abfälle wie FE- und NE-Metallschrott fallen dürften, zeigt die Statistik seit 2011 einen deutlichen Rückgang der Schienentransporte von einst 14,7 Mio Tonnen auf zuletzt 10,2 Mio Tonnen pro Jahr.

Auch die per Bahn beförderte Menge an „Hausmüll und kommunalen Abfällen“ sank laut Destatis zwischen 2011 und 2017 um knapp ein Viertel von 1,5 auf 1,1 Mio Tonnen. Seither sind die Transporte aber wieder auf bis zu 1,4 Mio Tonnen im letzten Jahr angewachsen.

Der Großteil der Abfalltransporte erfolgt Destatis zufolge innerhalb Deutschlands. Im vergangenen Jahr lag bei insgesamt 8,8 Mio Tonnen der per Bahn transportierten Abfälle und Sekundärrohstoffe Anfangs- und Zielort innerhalb Deutschlands. Das waren rund 900.000 Tonnen weniger als im Vorjahr.

Der grenzüberschreitende Verkehr stieg hingegen um 200.000 auf 2,6 Mio Tonnen an. Bei den Importen dominierten dabei Lieferungen aus Tschechien, Österreich und der Schweiz. Bei den Exporten lagen die Ziele zumeist in Italien, Belgien, Österreich und Slowenien. Hinzu kommen konstant 120.000 Tonnen Durchgangsverkehr.

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