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Forderung nach freiem Handel mit recycelten Rohstoffen

Ein Containerschiff verlässt den Hafen.
Unternehmen und Verbände der Recyclingwirtschaft
fordern freien Handel mit recycelten Rohstoffen.
03.11.2021 − 

Fast 300 nationale Verbände der europäischen Recyclingindustrie, große Einzelunternehmen und KMU der Branche haben sich einem Schreiben des europäischen Dachverbands Euric (European Recycling Industries’ Confederation) angeschlossen und die politischen Entscheider aufgerufen, den freien Handel mit Rohstoffen aus dem Recycling zu gewährleisten.

Die Unternehmen und Verbände befürchten, dass die anstehende Überarbeitung der EU-Abfallverbringungsverordnung zu pauschalen Beschränkungen für den Export dieser Materialien führen wird.

In einem Schreiben an die EU-Kommissare Frans Timmermans, Thierry Breton und Virginius Sinkevičius, den Präsidenten des Europäischen Parlaments und die slowenische EU-Ratspräsidentschaft fordern die Unterzeichner eine klare Unterscheidung in der EU-Gesetzgebung zwischen Recyclingrohstoffen, die direkt in zirkulären Wertschöpfungsketten eingesetzt werden können, und "unbehandelten problematischen Abfällen".

Exportbeschränkungen nur für "problematische Abfälle"

Exportbeschränkungen, die in der überarbeiteten Abfallverbringungsrichtlinie eingeführt werden, sollten sich nur auf diese problematischen Abfälle richten, heißt es in dem Schreiben. Eine Einheitslösung, die diese Unterscheidung nicht treffe, laufe den Zielen des "Green Deal" der EU zuwider, warnen die Unterzeichner.

Sie rufen die EU-Spitzen dazu auf, den freien und fairen Handel mit Recyclingrohstoffen, der essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Recyclingindustrie sei, aufrecht zu erhalten. Die Ausfuhr von Rohstoffen, die Qualitätsspezifikationen erfüllen, auf Basis ihrer Einstufung als Abfall zu beschränken, werde die Wettbewerbsfähigkeit der Branche stark beeinträchtigen.

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