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Trotz Corona: Aurubis dank deutlich höherer Altkupfer-Raffinierlöhne mit Ergebnisplus


Aurubis hat im Geschäftsjahr 2019/20 deutlich
mehr Recyclingmaterialien eingesetzt.
09.12.2020 − 

Ungeachtet der Corona-Pandemie und ihrer weitreichenden Folgen für die Weltwirtschaft ist es dem Kupferproduzenten und -recycler Aurubis gelungen, im Geschäftsjahr 2019/20 (1.10.-30.9.) das operative Ergebnis zu steigern. In herausfordernden Zeiten stehe der Konzern grundsolide da, heißt es im Lagebericht. Dies führt das Hamburger Unternehmen einerseits auf sein robustes Geschäftsmodell, andererseits auf die Weichenstellungen der letzten Jahre zurück. Vor allem seine Recyclingaktivitäten hat Aurubis zuletzt durch die Übernahme des belgisch-spanischen Recyclers Metallo und die Kooperation mit der Remondis-Tochter TSR nochmals deutlich gestärkt.

Wie Aurubis heute bekannt gab, erwirtschaftete der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis (EBT) in Höhe von 221 Mio €, womit das Unternehmen im Rahmen seiner Prognosen (zwischen 185 und 250 Mio €) blieb. Das Vorjahresergebnis wurde um 15 Prozent übertroffen. Maßgeblich hierfür waren den Angaben zufolge vor allem die deutlich höheren Raffinierlöhne für Altkupfer und sonstige Recyclingmaterialien sowie ein deutlich höheres Metallmehrausbringen bei gestiegenen Edelmetallpreisen.

Durch die erstmalige Berücksichtigung der Metallo-Standorte Beerse (Belgien) und Berango (Spanien) ab Juni konnte Aurubis den Durchsatz an Recyclingmaterialien im Geschäftsjahr deutlich steigern. Insgesamt kamen konzernweit 348.000 Tonnen Industrierückstände, Schlämme, Shreddermaterialien sowie Elektro- und Elektronikschrotte zum Einsatz, verglichen mit 256.000 Tonnen im Vorjahr.

Dafür ist die Einsatzmenge von Alt- und Blisterkupfer von 435.000 auf 370.000 Tonnen gesunken. Ursächlich hierfür waren ein geplanter Wartungsstillstand am Standort Hamburg sowie ein Kranschaden in der Elektrolyse im belgischen Werk Olen. Die Versorgung des Hüttennetzwerks mit Altkupfer und sonstigen Recyclingmaterialien konnte dank des integrierten Supply Chain Managements und eines vorausschauenden Bestandsmanagements zu jedem Zeitpunkt während der Krise sichergestellt werden, heißt es weiter.

Aurubis rechnet für neues Geschäftsjahr mit stabilem bis weiter steigendem Ergebnis

Die Ergebniserwartungen für das neue Geschäftsjahr 2020/21 sind weiterhin positiv. Erwartet wird operatives EBT zwischen 210 und 270 Mio €. Im Segment Refining & Processing, dessen wesentliche Ergebnistreiber die Schmelz- und Raffinierlöhne für Kupferkonzentrate und Recyclingmaterialien sind, wird mit einem operativen Vorsteuerergebnis von 250 bis 330 Mio € gerechnet. Im Geschäftsjahr 2019/20 lag dieses bei 313 Mio €.

Die Marktentwicklung bei Altkupfer sei momentan nur schwer abschätzbar, was auch an der noch immer ungeklärten chinesischen Regulierung zu Kupferschrottimporten liege. Man sei aber bereits über das erste Geschäftsquartal hinaus mit Recyclingmaterial zu sehr guten Raffinierlöhnen versorgt. Die breite Marktaufstellung ermögliche es Aurubis, Versorgungsrisiken abzufedern.

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