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Kupferkonzern Aurubis mit deutlichem Ergebnisrückgang


Aurubis sieht "großartige Chancen"
im globalen Recycling-Geschäft.
11.12.2019 − 

Der Kupferproduzent und –recycler Aurubis AG hat im Geschäftsjahr 2018/19 (1.10.-30.9.) einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Wie das Hamburger Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, sank das als wichtigste Konzernsteuerungsgröße erachtete operative Vorsteuerergebnis (EBT) um 42 Prozent auf 192 Mio €. Belastet wurden die Zahlen den Angaben zufolge im Wesentlichen durch buchhalterische Bewertungseffekte. Aber auch eine deutlich geringere operative Performance, niedrigere Schmelz- und Raffinierlöhne sowie der im Sommer beschlossene Stopp des Investitionsprojektes Future Complex Metallurgy (FCM), mit dem Aurubis durch die Entwicklung eines neuen metallurgischen Verfahrens mehr Flexibilität beim Rohstoffbezug erlangen wollte, drückten auf das Jahresergebnis.

Für das neue Geschäftsjahr 2019/20 erwartet die Konzernführung tendenziell ein wieder steigendes Ergebnis. Die erstmals in einem Ergebniskorridor dargestellte Erwartungsspanne, die laut Aurubis besser die Unsicherheiten und Chancen des Geschäfts abbildet und mehr Transparenz verspricht, sieht ein operatives EBT zwischen 185 und 250 Mio € vor.

Speziell im globalen Recycling-Geschäft mit seinen komplexen Ausgangsstoffen sieht Aurubis-Vorstandsvorsitzender Roland Harings „großartige Chancen für Aurubis“. „Dabei werden wir auch wieder stärker Wachstumsmöglichkeiten im Ausland in Angriff nehmen.“ An der Strategie, sich zu einem Multimetall-Anbieter weiterzuentwickeln halte das Unternehmen fest. Ein wesentlicher Meilenstein dieser Strategie sei dabei der im Mai 2019 unterzeichnete Kaufvertrag über den Erwerb des belgisch-spanischen Recycling- und Raffinationsunternehmens Metallo. Dass der Deal aufgrund der von der europäischen Kartellbehörde kürzlich zum Ausdruck gebrachten wettbewerbsrechtlichen Bedenken und der momentan laufenden vertieften Prüfung scheitern könnte, scheint Aurubis nicht zu erwarten. Spätestens im April 2020 rechnet die Konzernführung mit der Freigabe.

Den kompletten Bericht lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 51/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits am Dienstag, 14 Uhr in unserem E-Paper zur Verfügung:

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