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Alba SE erwartet nach zwei Verlustjahren 2021 wieder positives Ebit


Alba SE als Zwischenholding der Alba Group
ist auf das Stahl- und Metallrecycling spezialisiert.
19.04.2021 − 

Die börsennotierte Alba SE hat 2020 aufgrund der Beeinträchtigung durch die Corona-Pandemie und weiterer Restrukturierungsaufwendungen das zweite Jahr in Folge rote Zahlen geschrieben. Allerdings fiel der Verlust nicht so hoch aus wie bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im vergangenen Sommer prognostiziert. Für das neue Geschäftsjahr 2021 erwartet der Kölner Schrott- und Metallrecycler nun die Rückkehr in die Gewinnzone.

Laut dem Anfang April veröffentlichten Jahresfinanzbericht der über die Alba Europe Holding zur Berliner Alba Group gehörenden Gesellschaft erwirtschaftete die Alba SE im letzten Jahr Umsatzerlöse in Höhe von 259 Mio €. Das waren 72 Mio € weniger als im Vorjahr. Beim operativen Ergebnis (Ebit inklusive Beteiligungsergebnis) verbuchte die Unternehmensgruppe ein Minus von 1,2 Mio €. Gegenüber dem Verlust von 3,1 Mio € beim Vorjahres-Ebit ist dies zwar eine deutliche Verbesserung, die ursprüngliche Prognose einer Ebit-Steigerung über das Niveau von 2018 (+3,5 Mio €) hinaus wurde aber deutlich verfehlt. Unter dem Strich stand im letzten Jahr ein um fast die Hälfte gesunkener Konzernverlust von 3,0 Mio €.

Äußerst schwache Schrottnachfrage Schuld an Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Schuld am Umsatzrückgang und der Ergebnisentwicklung war vor allem der abrupte und nahezu vollständige Produktionsstillstand in der Automobilindustrie und im Maschinenbau in der Zeit des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020, der laut Alba zu einer äußerst verhaltenden Schrottnachfrage der bereits zuvor schwächelnden deutschen Stahlindustrie führte. Die Nachfrage der Metallhütten nach Altmetallen war ebenfalls äußerst schwach. Zeitweise wurden kaum noch Mengen abgenommen. Das Recyclingunternehmen war in der Folge unter anderem gezwungen, Kurzarbeit einzuführen, die Produktionskapazitäten zu reduzieren sowie generell „auf die Kostenbremse zu treten“, erläutert der Verwaltungsratsvorsitzende Dirk Beuth im Jahresbericht.

Diese Entwicklung veranlasste die Konzernführung bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im August 2020 ihre Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr noch weiter auf unter das Niveau von 2019 zu senken. Dass diese Prognose nicht eingetroffen ist, verdankt Alba der ab Herbst wieder verbesserten konjunkturellen Lage. So sei die Nachfrage entgegen der allgemeinen Erwartung ab September merklich gestiegen.

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