|  

Kraftstoffquoten: Umweltausschuss will Müllverbrennung berücksichtigen

Wasserstoff tanken
H2 aus der Müllverbrennung soll nun doch bei
den Kraftstoffquoten angerechnet werden.
20.05.2021 − 

Wasserstoff aus Biomasse oder aus dem Strom von Müllverbrennungsanlagen soll nun doch auf die Kraftstoffquoten angerechnet werden können. Wie der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mitteilte, hat sich der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages beim "Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote" entsprechend positioniert.

Das ist der Beschlussempfehlung des Umweltausschusses zu entnehmen, über die das Plenum des Deutschen Bundestages heute nacht in 2./3. Lesung abstimmen wird. Aus Sicht des VKU verbessern die Parlamentarier damit den Regierungsentwurf. "Der Bundestag kann kommunalen Unternehmen nun die nötige Rechts- und Planungssicherheit geben, um verstärkt in die lokale Wasserstoffproduktion zu investieren. Dabei müssen unbedingt verschiedene Formen von dekarbonisiertem bzw. CO2-freiem Wasserstoff genutzt werden können", sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.

Auch energetische Verwertung fossiler Abfälle berücksichtigen?

Das Gesetz hebt die CO2-Minderungsquote im Verkehr ab 2022 in jährlich definierten Schritten auf 25 Prozent ab 2030 an. Während die Regierung nur strombasierten, nicht-biogenen Wasserstoff zulassen wollte, wollen die Abgeordneten des Umweltausschusses auch Wasserstoff aus biogenen Quellen zulassen.

Der Bundestag fordert die Regierung zudem auf, ergebnisoffen zu prüfen, ob auch die thermische Verwertung von fossilen Abfällen wie Plastik angerechnet werden kann. Das EU-Recht gebe den Mitgliedstaaten diese Möglichkeit, so der VKU, der diese Forderung unterstützt. Details soll demnach eine Verordnung regeln, die alle zwei Jahre evaluiert werden soll.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Bundestag macht Weg frei für Wasserstoff aus der Müllverbrennung

EU-Kommission strebt Reduzierung des Abfallaufkommens um 50 Prozent an  − vor