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Deutschland erreicht Sammelquote für Altgeräte 2017 knapp

12.07.2019 − 

Bei der Sammlung von Altgeräten wurde die Zielquote von 45 Prozent in Deutschland im Jahr 2017 knapp erreicht. Laut den vom Bundesumweltministerium an die EU-Kommission gemeldeten Zahlen lag die Sammelquote bei 45,1 Prozent. Im Jahr zuvor wurde die Zielvorgabe mit 44,9 Prozent noch knapp verfehlt. Die erfasste Menge stieg im Berichtsjahr 2017 um sieben Prozent auf 837.000 Tonnen. Die pro Kopf gesammelte Menge an E-Schrott erhöhte sich von 9,5 auf 10,1 Kilogramm. Die aus privaten Haushalten erfasste Altgerätemenge stieg um sechs Prozent auf 9,1 Kilogramm je Einwohner.

Da die für die Berechnung der Sammelquote herangezogene Menge verkaufter Neugeräte ebenfalls deutlich zulegte, nahm die Quote trotz wachsender Erfassungsmengen 2017 nur minimal zu. Für dieses Jahr sehen die Vorgaben auf EU-Ebene und im ElektroG einen Anstieg der Mindestsammelquote auf 65 Prozent vor. Legt man die Zahlen zu den in Verkehr gebrachten Mengen zugrunde, müssten zur Erreichung dieses Ziels in diesem Jahr 1,39 Mio Tonnen E-Schrott über die offiziellen Kanäle erfasst werden – rund 550.000 Tonnen bzw. zwei Drittel mehr als im Jahr 2017.

Eine detaillierte Betrachtung der einzelnen Gerätekategorien zeigt, dass die Quote von 65 Prozent für Haushaltskleingeräte sowie im Bereich der Unterhaltungselektronik bereits erreicht wird. Beträchtliche Mengepotenziale gibt es hingegen noch bei den Großgeräten sowie im Bereich der Informations- und Telekommunikationsgeräte.

Hinderlich für die Erreichung der gestiegenen Sammelziele sind aber auch die Photovoltaikmodule, die 2016 neu in den Anwendungsbereich des ElektroG aufgenommenen wurden, sowie Beleuchtungskörper. Hier liegen die Sammelquoten noch im einstelligen Bereich. Während von diesen Geräten jeweils über 150.000 Tonnen im Jahr neu auf den Markt gebracht, liegen die offiziell gemeldeten Sammelmengen maximal bei 10.000 Tonnen.

Einen ausführlichen Bericht zu den neuesten Zahlen und dem Stand der Altgerätesammlung in Deutschland lesen Sie kommende Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 29/2019. Das E-Paper steht ab Dienstag 14 Uhr zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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