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Unsicherheitsfaktoren belasten Geschäftsklima des deutschen Metallhandels


Verbandsgeschäftsführer Ralf Schmitz sieht
Mitgliedsfirmen trotz Unsicherheitsfaktoren weiterhin
„stark und gut aufgestellt“. (Bild: VDM)
11.10.2018 − 

Der seit 2013 quartalsweise vom Verband Deutscher Metallhändler (VDM) berechnete Geschäftsklimaindex ist im vierten Quartal 2018 auf einen neuen Tiefstand gefallen. Sowohl die Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen der NE-Metallwirtschaft haben sich im Vergleich zum vorangegangenen Quartal deutlich verschlechtert. Laut VDM könne die vom Verband vorgenommene Umfrage durchaus als Frühindikator für die gesamtdeutsche Wirtschaft gelten. Denn ohne die Nachfrage nach den industrie- und technologienotwendigen Metallen seien kaum Produktionen und Investitionen zu tätigen. Vice Versa werde ohne die NE-Metalle als Rohstoffe nur langsameres Wachstum generiert.

Laut VDM sank der aus Geschäftslage und -erwartungen zusammengesetzte Geschäftsklimaindex im vierten Quartal von 89,0 auf 85,2 Punkte. Dabei setzte sich der bereits im Vorquartal zu beobachtende wachsende Pessimismus fort. Lediglich 7,5 Prozent der Metallhändler bewerten ihre geschäftlichen Perspektiven noch positiv, während 45 Prozent mit einer konjunkturellen Abkühlung rechnen. Tatsächlich hat sich dieser gefühlte Abschwung auch schon auf die aktuelle Geschäftslage durchgeschlagen. So berichten 52 Prozent und damit die Mehrheit der befragten Firmen von einer Verschlechterung ihres Geschäfts in den letzten drei Monaten.

Grundsätzlich sieht VDM-Hauptgeschäftsführer Ralf Schmitz die Mitgliedsfirmen seines Verbands aber weiterhin „stark und gut aufgestellt“. Es gebe allerdings eine Reihe unsicherer äußerer Faktoren, die die Aussichten beeinflussten. So spielten die Abnahme von Exporten zu EU-Partnern ebenso wie die US-amerikanische Handelspolitik, das chinesische Wirtschaftsprogramm oder auch die Kursentwicklungen der türkischen Lira eine Rolle für die leicht getrübten Geschäftsaussichten. Auch innenpolitische Aspekte drückten die Stimmung. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang insbesondere auf das Fehlen von geeignetem Fachkräftenachwuchs und die damit einhergehende Sorge vor zwangsläufigen Engpässen.

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