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MVV plant Klärschlamm-Monoverbrennung in der Trea Leuna

Trea Leuna
Ab 2024 will die MVV in der Trea Leuna auch
Klärschlamm behandeln
04.09.2020 − 

Der Mannheimer Energieversorger MVV will in seiner Müllverbrennungsanlage Trea Leuna in Sachsen-Anhalt Klärschlamm thermisch behandeln. "Wir investieren damit auch in Leuna in ein neues Kapitel der Ressourceneffizienz: Wir integrieren in unser Kraftwerk eine innovative Technologie zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm", sagte MVV-Technikvorstand Hansjörg Roll gegenüber EUWID. Bis zu 120.000 Tonnen entwässerten Klärschlamm will die MVV künftig in der Trea thermisch behandeln können.

Das Genehmigungsverfahren für die thermische Klärschlammbehandlung läuft derzeit an, hatte zuerst die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet. Je nach Verlauf des Genehmigungverfahrens wollen die Mannheimer in vierten Quartal 2022 mit dem Bau der Anlage beginnen, so der Anlagenbetreiber gegenüber EUWID. Die Inbetriebnahme soll im zweiten Halbjahr 2024 erfolgen. Ende 2024 kann die Anlage ihren Regelbetrieb aufnehmen.

Thermische Klärschlammbehandlung im Drehrohr

Nach Angaben der MVV soll in der Trea das gleiche Konzept wie in Mannheim umgesetzt werden. Zwei Drehrohre sollen demnach im Seitenstrom zu den bestehenden Abfallverbrennungsanlagen installiert werden. Die Klärschlammaufgabe erfolge im Gegenstrom zum Heißgas aus dem Kessel, hieß es aus Mannheim.

Das Verfahren hat nach Darstellung von Hansjörg Roll Vorteile für die anschließende stoffliche Verwertung des Phosphors. „Weil wir den Klärschlamm alleine und ohne andere Stoffe behandeln, können wir das darin enthaltene Element Phosphor direkt recyceln und in den Stoffkreislauf zurückbringen“, sagte Roll. Das schone die natürlichen Vorkommen.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 37/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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