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Klärschlamm aus Leipzig und Halle wird künftig im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen verwertet


Die Geschäftsführer der Unternehmen unterzeichneten
am gestrigen Donnerstag die Zehn-Jahres-Kooperation.
11.09.2020 − 

Der Klärschlamm aus Leipzig und Halle wird ab 2023 in der sich derzeit im Bau befindlichen Monoverbrennungsanlage im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen verwertet. Eine entsprechende Kooperation über zehn Jahre haben gestern die Leipziger Stadtwerke und die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft mit der KSR Klärschlammrecycling (KSR) vereinbart, wie die beiden kommunalen Entsorger mitteilten.

Jährlich werde der Entsorger insgesamt 66.500 Tonnen entwässerten Klärschlamm aus den kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen verwerten. Zudem werde die KSR neben der thermischen Vorbehandlung und Verwertung spätestens ab 2029 auch die dann gesetzlich vorgeschriebene Phosphorrückgewinnung übernehmen.

Beide Kommunen verwendeten die Klärschlämme bislang in der Landwirtschaft oder führten diese der Mitverbrennung zu. „Um Investitionen zielgerichtet in den Ausbau und die Substanzwerterhaltung unserer Trink- und Abwasseranlagen einzusetzen, haben wir uns gemeinschaftlich mit unseren kommunalen Partnern entschieden, statt des Baus und Betriebs einer eigenen Verbrennungsanlage einen kompetenten Partner mit vorhandenem Know-how mit der Aufgabe der Klärschlammverwertung zu betrauen“, sagte Jörg Schulze, Geschäftsführer der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft.

Die KSR, als Tochterunternehmen der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH und der Danpower GmbH, errichtet seit Oktober 2019 für rund 80 Mio € eigenen Angaben zufolge eine der größten Klärschlammverwertungsanlagen Deutschlands. Der Beginn der Inbetriebnahme ist für den Sommer 2021 vorgesehen. Die reguläre Produktion soll am Jahresende 2021 starten. Dann sollen jährlich ungefähr 260.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm aus kommunalen Kläranlagen verbrannt werden.

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