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Edelstahlrecycler ELG Haniel im ersten Halbjahr mit Umsatz- und Ergebnissprung


Bildquelle: ELG
31.08.2017 − 

Der Edelstahlrecycler ELG Haniel konnte im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis deutlich steigern. Das Duisburger Unternehmen profitierte von dem Anstieg der für das Geschäft relevanten Rohstoffpreise und einer gesteigerten Ausgangstonnage sowohl bei den Edelstahl- als auch den Superlegierungsschrotten infolge des insgesamt verbesserten Marktumfeldes. Auch für die zweite Jahreshälfte gibt sich die Geschäftsführung verhalten optimistisch.

Laut dem heute vom Mutterkonzern Haniel veröffentlichten Halbjahresbericht verbuchte ELG in den ersten sechs Monaten Umsatzerlöse in Höhe von 905 Mio €. Das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 40 Prozent. Zurückzuführen sei dies vor allem auf deutlich höhere Rohstoffpreise. So lag der Durchschnittspreis von Nickel als Hauptwertträger in dem von ELG aufbereitetem Edelstahlschrott mit knapp 9.800 US-Dollar pro Tonne 13 Prozent über dem niedrigen Niveau der Vergleichsperiode.

Aber auch die Ausgangstonnage entwickelte sich laut ELG sehr positiv. Sowohl die Edelstahlschrotttonnage von ELG als auch die Superlegierungstonnage im Bereich ELG Utica Alloys lagen um elf Prozent über dem Wert des ersten Halbjahres 2016.

Bedingt durch die Umsatzzuwächse und ein fortgesetzt striktes Kostenmanagement steigerte ELG Haniel im ersten Geschäftshalbjahr das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 20 Mio € auf 22 Mio €. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl von ELG stieg durch die höheren Ausgangstonnagen sowie durch die förderlichen Rahmenbedingungen des Marktumfelds um drei Prozent auf 1.219.

Für das zweite Halbjahr blickt ELG „verhalten optimistisch“ auf das Marktumfeld in Bezug auf den Nickelpreis und die Schrottverfügbarkeit. Die Ausgangstonnage beim Edelstahlschrott werde voraussichtlich im einstelligen Prozentbereich ansteigen. Auch bei den Superlegierungen sei von einem Anstieg der Ausgangstonnagen auszugehen. Bei den relevanten Rohstoffpreisen geht ELG davon aus, dass im Jahr 2016 eine Bodenbildung erreicht wurde und sich der Nickelpreis 2017 im Jahresdurchschnitt auf einem Niveau von 10.000 US-Dollar pro Tonne bewegen wird.

Auf Basis dieser Annahmen rechnet ELG für das Gesamtjahr 2017 nunmehr mit einem Umsatzanstieg von über zehn Prozent – bereinigt um Portfolioänderungen und Wechselkurseffekte. Das operative Ergebnis soll überproportional steigen.

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