Deutsche Rohstoffagentur: Größere Unabhängigkeit von Russland durch Recycling

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Durch mehr Recycling bei Rohstoffen könnte Europa nach Ansicht der Deutschen Rohstoffagentur unabhängiger von russischen Importen werden.

„Wir sehen noch erhebliches Potenzial beim Recycling, auch wenn wir in Deutschland schon vergleichsweise gut unterwegs sind“, erklärte Siyamend Al Barazi, Chef des Bereichs Rohstoffwirtschaft bei der Deutschen Rohstoffagentur. Bei Kupfer, Blei, Aluminium und Nickel würden die Recyclingquoten in Deutschland bereits zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Europa hat seiner Einschätzung zufolge noch viel Potenzial bei Rohstoffen.

„In Finnland etwa gibt es Nickelvorkommen, interessante Lithium-Lagerstätten finden sich auch in Spanien, Portugal oder Serbien“, ergänzte Al Barazi.

Die Frage sei aber, ob solche Projekte im weltweiten Vergleich wirtschaftlich betrieben werden könnten. Zudem koste es Zeit und Geld, etablierte Prozessketten grundlegend zu verändern. Die Ukraine und Russland seien vor allem für den europäischen Markt wichtige Lieferanten, etwa von Aluminium, Nickel oder Edelgasen wie Neon. Diese Mengen könnten nicht von heute auf morgen durch andere Lieferanten ersetzt werden, betonte der Geologe. (dpa)

 

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