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Untersteller für verpflichtenden Rezyklatanteil bei Kunststoffen

Franz Untersteller
Franz Untersteller ist für einen verpflichtenden
Rezyklatanteil bei Kunststoffen.
14.10.2020 − 

Das Kunststoffrecycling ist durch niedrige Neuwarenpreise und Corona in der Krise. Recycler und Entsorgerverbände wie der BDE fordern deshalb seit Monaten Maßnahmen der Politik – bislang ohne Erfolg. Selbst eine Verordnungsermächtigung in der Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zur Prüfung des Rezyklat-Mindesteinsatzes ist dem Vernehmen nach am Widerstand des Wirtschaftsministeriums gescheitert.

In den Umweltministerien der Bundesländer wird das Vorhaben aber noch nicht aufgegeben. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) wirbt offensiv dafür, den Einsatz von Kunststoffrezyklat zu fördern. "Wir brauchen eine 'kluge Ordnungspolitik' und einen verpflichtenden Rezyklatanteil bei Kunststoffen", sagte der Umweltminister beim Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress in Stuttgart vorige Woche. Wirtschaftspolitik müsse verstehen lernen, was die Wirtschaft braucht und nicht in alten Denkmustern gegen Umweltfortschritte verharren, so Untersteller.

Nach seinen Vorstellungen sollte es einen stufenweisen Anstieg von Mindest-Rezyklatanteilen geben, der – angefangen bei bestimmten Kunststoffen von Verpackungen – auf einzelne Produktgruppen und Kunststoffe ausgeweitet werden könnte. Nur dann werde es entsprechende technologische Entwicklungen geben. „Zu hoffen, der Markt werde das irgendwann regeln – das wird nicht passieren“, sagte Untersteller.

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