332 Anträge der Umwelthilfe in Kommunen gegen Einwegplastik

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat im Juli in 202 weiteren Städten offizielle Anträge zur Vermeidung von Einweg-Plastikmüll und Förderung von Mehrweg gestellt. Allein in diesen Städten ließen sich jährlich mehr als 2,5 Mrd Einweg-Becher, -Essenboxen, -Teller und -Besteckteile vermeiden. Dadurch würden 27.000 Tonnen weniger Müll anfallen und 84.000 Tonnen CO2 eingespart, so die DUH in einer Mitteilung.

Die Umweltschutzorganisation hat im Rahmen ihrer Aktion „Plastikfreie Städte“ bislang in insgesamt 303 Städten und 29 Landkreisen Anträge für weniger Einweg-Plastikmüll gestellt. Aus Sicht der DUH unternimmt die Bundesregierung im Kampf gegen Einwegmüll seit Jahren zu wenig.

Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz zufolge könnten Kommunen bei der eigenen Beschaffung, aber auch bei den Regeln für Veranstaltungen, Feste und Gastronomie direkt eingreifen. Zudem könnten sie wie die Stadt Tübingen durch eine kommunale Verbrauchssteuer Einwegmüll effektiv verhindern. Metz forderte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) auf, für Rechtssicherheit der Kommunen zu sorgen. Grund ist die Klage von McDonald's gegen die Tübinger Steuer. Lemke müsse klarstellen, dass Maßnahmen zur Abfallvermeidung nicht abschließend im Verpackungsgesetz festgelegt seien, sondern auch durch eigene Aktivitäten der Kommunen ergänzt werden könnten, so Metz.

Die DUH kündigt im Übrigen an, die Ergebnisse der gestellten Anträge zu veröffentlichen. Damit werde klar, welche Städte Vorreiter sind und welche sich weigern Klima- und Ressourcenschutz ernsthaft umzusetzen.

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