Anziehendes Exportgeschäft stützt Schrottpreis und sichert vorerst Absatz

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Die Lage am Stahl- und Stahlschrottmarkt bleibt angespannt, auch wenn sich die Absatzsituation des Schrotthandels im Oktober nicht mehr ganz so dramatisch darstellte wie im September. Zu dem bei der letzten Marktumfrage von einigen Gesprächspartnern befürchteten weiteren Preissturz beim Schrott ist es nicht gekommen. Vor allem ein regeres Exportgeschäft in die Türkei und nach Fernost, aber auch die Marktrückkehr der italienischen Stahlproduzenten, gaben dem Schrottpreis Unterstützung. Im Inland tendierten die Preise weitgehend seitwärts, wobei für den stärker gesuchten, weil knapperen, Altschrott auch leichte Preisaufschläge möglich waren. Abwärtsdruck lastete vor allem auf dem Neuschrott, der von den Flachstahlproduzenten aufgrund ausbleibender Neuaufträge der Automobilindustrie kaum nachgefragt wird.

Insgesamt bleibt die Marktstimmung gedrückt. Die ungelöste Energiekrise und der drohende wirtschaftliche Abschwung sorgen für große Verunsicherung bei den Stahlherstellern. „Alle fahren auf Sicht. Die Werke entscheiden wöchentlich neu, wie viel Stahl sie strompreisabhängig produzieren“, berichtet ein Marktteilnehmer. Um Kosten zu sparen, werde oftmals nur noch nachts oder am Wochenende produziert, oder aber es werden einzelne Öfen komplett heruntergefahren....

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