Stahlschrotthandel droht wegen hoher Energiepreise eine Absatzkrise

Die deutsche Wirtschaft ächzt unter den hohen Energiekosten. Besonders hart trifft es energieintensive Industriezweige wie die Stahlbranche. Aber auch Unternehmen in vor- und nachgelagerten Bereichen der Wertschöpfungskette sehen sich in großer Bedrängnis. Durch Werksschließungen und Produktionsdrosselungen der Stahlhersteller bricht dem deutschen Schrotthandel derzeit die Nachfrage weg. Man steuere auf eine „gigantische Absatzkrise“ zu, warnten die Händler in der monatlichen Umfrage von EUWID. Die noch im August für September erwarteten Preisaufschläge blieben aus. Bestenfalls stagnierte der Schrottpreis; je weiter der aktuelle Monat voranschritt, desto mehr ging es preislich auch abwärts.

Bereits der August war von einem äußerst geringen Handelsvolumen geprägt, was aber zu großen Teilen mit der Urlaubs- und Revisionszeit zusammenhing. Aber auch nach Ferienende bleibt die Schrottnachfrage der Stahlproduzenten in Deutschland und im benachbarten Ausland bisher sehr verhalten. Wie zu hören ist, haben viele Werke die Produktion gedrosselt oder einzelne Öfen komplett heruntergefahren. Oftmals werde nur noch nachts und am Wochenende produziert, wenn die Stromkosten niedriger sind....

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