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SSE verkauft Anteile an EBS-Kraftwerken für fast eine Mrd Pfund

Ferrybridge Multifuel 2
Ferrybridge Multifuel 2
14.10.2020 − 

Der britische Energieversorger SSE plc zieht sich aus der Abfallverbrennung zurück. Das Unternehmen wird seine 50-Prozent-Beteiligung an den Betreiber- bzw. Projektgesellschaften der EBS-Kraftwerke in Ferrybridge und Skelton Grange an einen Infrastrukturfonds von First Sentier Investors verkaufen.

Der Kaufpreis für die drei Anlagen in der nordenglischen Region Yorkshire beträgt 995 Mio Pfund, wie SSE mitteilte. Dies entspricht aktuell rund 1,09 Mrd €. Der Versorger erwartet den Abschluss der Transaktion, der noch von der Wettbewerbsdirektion der EU-Kommission genehmigt werden muss, gegen Jahresende.

SSE will sich auf den Ausbau erneuerbarer Energien konzentrieren

Der Verkauf betrifft die Beteiligungen von SSE an Multifuel Energy Ltd., der Betreibergesellschaft der EBS-Kraftwerke Ferrybridge I und II, und an Multifuel Energy Ltd. 2, der Projektgesellschaft für das EBS-Kraftwerk Skelton Grange. Eigentümer der anderen 50 Prozent der beiden Gemeinschaftsunternehmen ist der US-Entsorger Wheelabrator.

Gregor Alexander, der Finanzdirektor von SSE, bezeichnete die Anlagen als erfolgreiche Beteiligungen für den Versorger, sie gehörten aber nicht zu den Kerninvestionen. Der Verkauf schaffe "erheblichen Wert für die Aktionäre" und schärfe gleichzeitig den strategischen Fokus auf das Kerngeschäft, den Ausbau erneuerbarer Energien.

Die EBS-Kraftwerke Ferrybridge I und II sind seit 2015 bzw. 2019 in Betrieb und haben eine installierte Leistung von jeweils 75 MW. Ihre Behandlungskapazität beträgt 725.000 bzw. 675.000 Tonnen pro Jahr. Für das Projekt Skelton Grange erwartet SSE den Abschluss der Finanzierungsverhandlungen im April 2021. Die 45-MW-Anlage soll jährlich rund 400.000 Tonnen Abfälle behandeln und 2025 in den Regelbetrieb gehen.

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