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Remondis-Tochter Remex und K+S gründen Joint Venture für Untertage-Entsorgung


Die Untertage-Deponie Herfa-Neurode
ist die älteste ihrer Art in Europa.
22.12.2020 − 

Das Bergbauunternehmen K+S und die Remondis-Tochterfirma Remex bündeln ihre Aktivitäten in den Bereichen der untertägigen Entsorgung sowie der Abdeckung von Kali-Rückstandshalden. Hierzu haben die Partner das Gemeinschaftsunternehmen Reks GmbH & Co. KG mit Sitz in Kassel gegründet.

Die laut Remex gleichberechtigte Partnerschaft sieht vor, dass K+S dem Gemeinschaftsunternehmen seine untertägigen Entsorgungsanlagen exklusiv zur Verfügung stellt und den Vertrieb für die Entsorgung von Abfällen in das Joint Venture einbringt. K+S betreibt zwei Untertage-Deponien im hessischen Herfa-Neurode und in Zielitz in Sachsen-Anhalt sowie mehrere Untertage-Verwertungsanlagen.

Remex wiederum bringt in das Joint Venture Reks seine 100-prozenzige Tochtergesellschaft Aurec, die am K+S-Standort Bernburg mineralische Abfälle für den Bergversatz aufbereitet, sowie die auf die untertägige Abfallentsorgung ausgerichteten Vertriebsaktivitäten ein.

Die Transaktion muss noch bei den Kartellbehörden zur Genehmigung angemeldet werden. Der Abschluss der Transaktion (Closing) wird im Sommer 2021 erwartet.

Remex und K+S erwarten von Reks nachhaltige Wertbeiträge

Reks sei mit weitreichenden Entsorgungskapazitäten und umfassender Marktexpertise ausgestattet und stehe für nachhaltige Entsorgungslösungen und langfristige Entsorgungssicherheit, heißt es in einer Mitteilung von Remex. Die Partnerschaft sei auf „langfristige Zusammenarbeit und nachhaltige Wertbeiträge ausgerichtet“, so Remex-Geschäftsführer Michael Stoll. K+S kündigte die gemeinsame Erschließung eines attraktiven und stark wachsenden Marktes an und erwartet ebenfalls nachhaltige Wertbeiträge.

Durch den Zusammenschluss der Aktivitäten im Bereich der untertägigen Entsorgung erhalte Reks einen noch besseren Marktzugang bei der Abfallentsorgung und -aufbereitung, betont K+S. Es entstehe ein neues, schlagkräftiges Unternehmen, in dem der Betrieb und die einzigartige Infrastruktur hochmoderner Entsorgungsanlagen von K+S mit einem weitreichenden und engmaschigen Vertriebsnetz von Remex vereint würden. Zudem eröffne es Reks den bestmöglichen Zugang für die Bereitstellung der künftig benötigten Materialien, die für die Abdeckung von großen Halden an den deutschen Kalistandorten gebraucht werden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 52/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits online zur Verfügung:

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