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Interpol: Illegale Verbringung von Kunststoffabfall deutlich gestiegen

Illegale Abfallverbringung
Die illegale Abfallverbringung hat deutlich
zugenommen, so Interpol.
27.08.2020 − 

Die illegale Verbringung und Entsorgung von Kunststoffabfällen hat seit dem chinesischen Importstopp 2018 "alarmierend" zugenommen. Die internationale Polizeiorganisation Interpol beobachtet einen beträchtlichen Anstieg illegaler Lieferungen von Plastikmüll in Länder in Südostasien.

Um das Ursprungsland zu verschleiern, werden die Transporte laut eines neuen Berichts der Organisation durch zahlreiche Transitstaaten geleitet. Zugenommen haben dem Bericht zufolge auch illegale Abfallbrände und Müllkippen in Europa und Asien.

Tschechien und Rumänien am stärksten von illegaler Verbringung in Europa betroffen

Auch die Ströme innerhalb Europas haben sich geändert. Sowohl Lieferungen von Kunststoffabfällen der grünen Liste als auch illegale Verbringungen in einige Länder in Mittel- und Osteuropa haben zugenommen. "Auf Grundlage von Interpol vorliegenden Daten erscheinen die Tschechische Republik und Rumänien als am stärksten von diesem Trend betroffen“, heißt es in dem Bericht. "Fälschlich als zur Verwertung bestimmte Abfalllieferungen werden tatsächlich beseitigt oder verbrannt". Die als Empfänger ausgewiesene Verwertungsanlage werde geändert, sobald die Lieferung im Land eingetroffen sei.

Der Interpol-Bericht stützt sich auf frei verfügbare Quellen und polizeiliche Erkenntnisse aus 40 Staaten. Er wurde finanziert durch das "Smart Waste"-Projekt des LIFE-Förderprogramms der EU.

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