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GRS erwartet weiter sinkende Batteriesammelmengen


Die Sammelmengen an Gerätebatterien müssen zur
Erreichung der neuen Mindestquote deutlich steigen.
24.06.2021 − 

Bei der Stiftung GRS Batterien geht man davon aus, dass die Sammelmengen von Gerätebatterien in den nächsten Jahren weiter zurückgehen. Diese Befürchtung äußerte zumindest GRS-Vorstand Georgios Chryssos gestern im Rahmen der digital veranstalteten Bayerischen Abfall- und Deponietage. Die Ursache dafür sieht er in den unzureichenden und nicht zielorientierten Regelungen des neuen Batteriegesetzes.

Die Sammelmenge an Gerätebatterien war bereits im letzten Jahr um rund fünf Prozent auf 26.300 Tonnen gesunken. Bei einer gleichzeitig stark gestiegenen Inverkehrbringungsmenge an Neubatterien ging die Sammelquote um fast sieben Prozentpunkte auf 45,6 Prozent zurück. Chryssos verwies in seinem Vortrag darauf, dass die Quote bei der von der EAR ab dem nächsten Jahr geplanten Auslegung 2020 sogar nur bei rund 40 Prozent gelegen hätte.

Lasse man die Bleibatterien, die ab dem kommenden Jahr aufgrund des neu im Batteriegesetz eingeführten „Bleideckels“ nur noch begrenzt zur Sammelquotenberechnung herangezogen werden können, außen vor, hätte die Quote nach neuer EAR-Auslegung sogar nur bei 37 Prozent gelegen, so der GRS-Vorstand. Um das neue Sammelziel von 50 Prozent zu erreichen, müssten daher im nächsten Jahr rund 10.000 Tonnen mehr gesammelt werden.

Für realistisch hält Chryssos das angesichts der aus seiner Sicht weiter unzureichenden Regelungen im BattG nicht. So hätten die jüngsten Entwicklungen im Markt bestätigt, dass das Gesetz zu einem Wettbewerb der geringstmöglichen Zielerreichung führt und das Ziel steigender Sammelmengen somit nicht erreicht werden kann.

Welche Änderungen der GRS-Vorstand für das Batteriegesetz vorschlägt und warum er weder durch die Hinweise der EAR zur sachverständigen Begutachtung von Rücknahmesystemen noch durch die EU-Batterieverordnung wirksame Änderungen erwartet, lesen Sie nächste Woche im kompletten Bericht zu diesem Thema in EUWID Recycling und Entsorgung 26/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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