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Cewep und Eswet: Müllverbrennung ist CO2-Senke

Auch wenn es qualmt: Die Müllverbrennung schützt das Klima, sagen Cewep und Eswet.
Auch wenn es qualmt: Die Müllverbrennung schützt das
Klima, sagen Cewep und Eswet.
04.12.2018 − 

Die Verbände Cewep und Eswet werben in Brüssel für die Müllverbrennung als Senke für Treibhausgasemissionen. In einem gemeinsamen Positionspapier der beiden Verbände zur "Langfristigen EU-Strategie zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen" heißt es, dass bei einer ordnungsgemäßen Abfallbewirtschaftung in der EU jährlich weit mehr als 200 Mio Tonnen CO2-Äquivalente vermieden werden könnten.

Die thermische Abfallverwertung könnte in diesem Bereich einen signifikanten Beitrag leisten. Cewep vertritt auf europäischer Ebene die MVA-Betreiber, Eswet ist der Verband der Anlagenbauer. Gemeinsam treten sie in Brüssel als „Waste-to-Energy-Sektor“ auf.

Müllverbrennung ist nach Darstellung der beiden Verbände eine bedeutende Methode, um die im Kreislaufwirtschaftspaket enthaltene Begrenzung der Siedlungsabfall-Deponierung umzusetzen. Gerade die Deponierung unbehandelter Siedlungsabfälle trage erheblich zum Klimawandel bei, da durch den Abbau kohlenstoffhaltiger Abfälle Methanemissionen entstehen. Über einen Zeitraum von 20 Jahren hat Methan in der Atmosphäre einen 72- bis 86-mal stärkeren Klimaeffekt als Kohlendioxid.

Abfalldeponierung als Klimaproblem

Insgesamt 14 Prozent der Nicht-CO2-Treibhausgase werden nach Angaben von Cewep und Eswet vom Abfallsektor emittiert. Die meisten dieser Emissionen verursachen Deponien. Angesichts des Ausmaßes der noch immer in der EU praktizierten Deponierung unbehandelter Siedlungsabfälle seien die Auswirkungen auf das Klima erheblich, so Cewep und Eswet in ihrem Positionspapier.

So wurden der europäischen Statistikbehörde Eurostat zufolge in der EU des Jahres 2016 rund 60 Mio Tonnen Siedlungsabfälle ohne eine Vorbehandlung auf die Deponie gekippt. Würden diese Abfälle in die thermische Abfallverwertung umgeleitet, könnten die klimarelevanten Emissionen deutlich verringert werden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in Ausgabe 49/2018 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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