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Schärfere Schadstoffgrenzwerte für Abfall

Abbruchhölzer
Holz ist früher oft mit PCP behandelt worden (Symbolbild).
28.10.2021 − 

Die Europäische Kommission hat Grenzwerte für drei persistente organische Schadstoffe (POP) bzw. Schadstoffgruppen in Abfall vorgeschlagen und will für fünf weitere die bestehenden Grenzwerte verschärfen. Mit ihrem Vorschlag zur Änderung der POP-Verordnung will sie nach eigener Aussage dazu beitragen, diese Schadstoffe aus dem Wirtschaftskreislauf zu entfernen.

Dies sei von entscheidender Bedeutung für den Schutz von Gesundheit und Umwelt, sagte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius. "Ehrgeizige Grenzwerte für diese Stoffe sind auch erforderlich, um hochwertige, schadstofffreie Sekundärrohstoffe zu fördern, die in einer wachsenden Kreislaufwirtschaft bedenkenlos genutzt werden können." Abfälle, die die Grenzwerte der POP-Verordnung überschreiten, dürfen nicht recycelt werden, sondern müssen durch zugelassene Verfahren beseitigt werden.

EU-Kommission will PCP in die POP-Verordnung aufnehmen

Neu für die Aufnahme in die POP-Verordnung schlägt die EU-Kommission unter anderem Pentachlorphenol (PCP), seine Salze und Ester vor. Der Stoff, der in Deutschland seit 1989 verboten ist, wurde in Holzschutzmitteln für den Innen- und Außenbereich eingesetzt und taucht deshalb in Altholz auf. Außerdem sollen das Pflanzenschutzmittel Dicofol sowie Perfluoroctansäure (PFOA), ihre Salze und verwandte Verbindungen in die POP-Verordnung aufgenommen werden. Letztere Stoffe sind unter anderem in wasserdichten Textilgeweben zu finden.

Zu den POP, für die die EU-Kommission eine Verschärfung der Grenzwerte vorschlägt, gehören HBCD, Deca-BDE und andere polybromierte Diphenylether (PBDE), die unter anderem als Flammschutzmittel in Kunststoffen enthalten sein können, kurzkettige chlorierte Paraffine (SCCP), Dioxine und Furane (PCDD/PCDF) und dl-PCB. Der Verordnungsvorschlag geht nun an das Europäische Parlament und den Rat.

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