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Rezyklateinsatz: TAB beim Bundestag sucht Strategien und Instrumente

Circular Economy
Wie kann der Rezyklateinsatz verbessert werden?
Drei Gutachten sollen darüber Aufschluss geben.
01.12.2021 − 

Das Büro für Technikfolgenabschätzung (TAB) beim Deutschen Bundestag sucht Strategien und Instrumente zur Verbesserung des Rezyklateinsatzes. In jeweils drei Gutachten sollen Wissenschaftler unter anderem untersuchen, welche Hemmnisse die Nutzung von Rezyklaten bremsen und welche Änderungen am Rechtsrahmen zum Abbau dieser Hemmnisse beitragen.

Darüber hinaus will das TAB wissen, welche Instrumente zur Steigerung der Nachfrage beitragen. Die drei Gutachten sollen jeweils für die Stoffströme Kunststoffverpackungen, Bauabfälle und Elektronikabfälle erstellt werden. Die Untersuchungen laufen den Angaben zufolge bis 2023.

Untersuchung in zwei Schritten

Die Untersuchung soll den Angaben zufolge in zwei Schritten erfolgen. In der anstehenden ersten Projektphase sollen die Auftragnehmer vielversprechende Absatzmärkte und Technologien sowie Hemmnisse für den Einsatz von Rezyklaten untersuchen. In der darauf aufbauenden zweiten Projektphase sollen die Forscher Politikinstrumente sowie rechtliche Handlungsmöglichkeiten zur Steigerung des Rezyklateinsatzes benennen.

Der Einsatz von recycelten Rohstoffen schont nicht nur die Umwelt. Auch die Industrie in Deutschland sei auf eine zuverlässige Verfügbarkeit von Ressourcen angewiesen, begründet das TAB das Forschungsvorhaben. Der Schutz, die sparsame Nutzung und die Wiederverwertung seien daher zu zentralen politischen Zielen geworden.

Geringe Einsatzquote

Allerdings werden bislang nur rund 16 Prozent der für die deutsche Wirtschaft benötigten Rohstoffe durch Sekundärrohstoffe gedeckt. Bei manchen Abfallströmen seien noch erhebliche Potenziale bei der stofflichen Verwertung vorhanden, so das TAB. Dies gelte beispielsweise für Kunststoffverpackungen, aber auch für Elektro- und Elektronikaltgeräte, die eine der am schnellsten wachsenden Abfallmengen Europas ausmachen und zugleich Speicher wertvoller Stoffe seien – wie etwa Edelmetalle oder seltene Erden.

Neben Anreizen, die bei den Abfallerzeugern und Entsorgungsträgern ansetzen, spiele die Steigerung der Nachfrage für Rezyklate eine erhebliche Rolle. Der neue europäische Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft, eine der Hauptsäulen des europäischen Green Deals, greife dieses Problem auf und nenne das Ziel, den Anteil von Rezyklaten in Produkten zu erhöhen, bei gleichzeitiger Gewährleistung von Leistung und Sicherheit.

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