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Heinen-Esser: Bürger sollen sich bei Sperrmüllentsorgung zurückhalten

Sperrmüll in Leverkusen nach dem Hochwasser
Sperrmüllentsorgung in Leverkusen nach dem
Hochwasser
29.07.2021 − 

Die Bürger sollten sich derzeit bei der Sperrmüllentsorgung zurückhalten. Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) hat die Bürger aufgerufen, die Entsorgung der bei der Hochwasser-Katastrophe angefallenen Abfälle nicht durch weiteren Sperrmüll aus den nicht-betroffenen Regionen zu belasten.

"Zur Solidarität gehört auch, jetzt nicht die Keller aufzuräumen und damit zusätzlich Sperrmüll zu produzieren. Der Abfall aus den betroffenen Regionen muss Vorfahrt haben", sagte Heinen-Esser. Dies sei von zentraler Bedeutung für einen Erfolg der Aufräumarbeiten in den vom Hochwasser betroffenen Regionen.

BDE rechnet mit mehreren hunderttausend Tonnen zusätzlichem Sperrmüll

Zur Zurückhaltung bei der Sperrmüllentsorgung hatte zuvor der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) aufgerufen. Der BDE rechnet in Folge der Flutkatastrophe mit mehreren hunderttausend Tonnen zusätzlichen Sperrmüll. Die Branche arbeite mit Hochdruck daran, Zwischenlager für das Mehraufkommen an Abfällen zu schaffen und die ordnungsgemäße und schadlose Entsorgung zu organisieren, so der BDE.

"Im Moment geht es prioritär darum, den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in den Katastrophengebieten zu helfen", sagte BDE-Präsident Peter Kurth. "Die Straßen müssen schnellstmöglich von Unrat befreit werden, denn gerade bei stark verunreinigten Abfällen drohen Ungeziefer-, Geruchs- und Hygieneprobleme", so Kurth weiter.

EEW-Chef Bernard Kemper hatte gegenüber EUWID befristete Einschränkungen bei der Sperrmüllsammlung in einem Radius von 250 Kilometern um das Katastrophengebiet herum vorgeschlagen. Das könnte erhebliche Kapazitäten sowohl in der Sortierung und Aufbereitung als auch der thermischen Verwertung schaffen, so Kemper.

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