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Experte hält gesonderte Sammelziele für Lithium-Akkus aus E-Bikes für machbar


Für die Sammlung alter Lithium-Akkus von E-Bikes können
durchaus ambitionierte Zielvorgaben gesetzt werden, meint
Abfallexperte Georg Mehlhart.
13.04.2021 − 

Die EU-Kommission will die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Umgang mit Batterien in Europa mit einer neuen Verordnung an die technischen Veränderungen anpassen. Die dabei geplanten höheren Sammelziele für Gerätebatterien sollen aber zunächst nicht für Lithium-Akkus aus sogenannten „leichten Verkehrsmitteln“ gelten. Stattdessen soll für diese Batterien bis 2030 die Einführung einer Zielvorgabe für die Erfassung geprüft werden.

Abfallexperte Georg Mehlhart sieht im Fehlen eines Sammelziels für Akkus, etwa aus E-Bikes, einen „eklatanten und überraschenden Schwachpunkt im Vorschlag der Kommission“. Angesichts von zunehmenden Inverkehrbringungsmengen und der langen Lebensdauer der Akkus könnten die Sammelziele mit der aktuell auf einen Zeitraum von drei Jahren bezogenen Berechnungsmethode zwar tatsächlich nur schwer erreicht werden. Dennoch hält der ehemalige stellvertretende Bereichsleiter am Öko-Institut, der seit letztem Jahr als selbstständiger Berater tätig ist, eine Mindestsammelquote von 30 Prozent im Jahr 2025 und 45 Prozent im Jahr 2030 auch mit dem jetzigen Berechnungsverfahren für realistisch erreichbar.

Mit Hilfe eines Pfands, zum Beispiel in Höhe von zehn Prozent des Batteriepreises, könnten diese Ziele leicht erreicht werden, ist Mehlhart überzeugt. Gleichzeitig plädiert er für eine regelmäßige Überprüfung der Vorgaben alle drei Jahre, um somit ein hohes Anspruchsniveau der Ziele zu garantieren.

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