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BDSV gegen „angeordnete“ Wertstofftonne


Der Vorschlag des Bundesratsumweltausschuss zur
Einführung von Wertstofftonnen stößt auf deutlichen
Widerspruch bei der BDSV.
05.05.2020 − 

Die Bundesvereinigung Deutscher Recycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) ist gegen eine Wertstofftonne, die Kommunen ohne Absprache mit den dualen Systemen durchsetzen können. Die BDSV lehnt einen entsprechenden Antrag des Umweltausschusses im Bundesrat entschieden ab.

Verbandspräsident Andreas Schwenter kritisiert den Vorschlag als „skurrile Wiedergeburt einer Idee aus längst überwunden geglaubter Zeit“. „Wir brauchen keine von den Kommunen angeordnete Wertstofftonne, da der Kreislauf Stahlschrott funktioniert und sich seit Jahren bewährt hat“, sagt Schwenter.

Metallrecycling gebe es in Deutschland schon deutlich länger als kommunale Abfallbetriebe. „Bei der Sammlung von altem Metall aus privaten Haushalten sprechen wir von Rohstoffen, die heute zu praktisch 100 Prozent wieder in den Rohstoffkreislauf gehen. Daher sollte jeder Bürger selbst entscheiden können, wo er seine Altmetalle abgibt“, so die BDSV.

„Einseitige Bestimmungsrechte unangemessen“

Zwar seien Vereinbarungen für eine gemeinschaftliche Erfassung und Behandlung von Verpackungen und anderer Wertstoffe zwischen systembeauftragten Unternehmen und Kommunen in der Vergangenheit manchmal nicht einfach gewesen. Doch hätten sie sich insgesamt vernünftig entwickelt.

„Einseitige Bestimmungsrechte der Kommunen, wie sie der Umweltausschuss des Bundesrats jetzt offenbar will, sind unangemessen, weil sie die Verantwortung der Wirtschaft für die Verpackungsentsorgung negiert. Verlierer ist dann auf jeden Fall die Umwelt und der Bürger“, so Schwenter.

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