"Uns droht ein Entsorgungsnotstand"

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„Wir steuern geradewegs auf einen Entsorgungsnotstand zu.“ Mit diesen Worten hat ein westdeutscher Entsorger die Lage am Entsorgungsmarkt für gewerbliche Siedlungsabfälle zusammengefasst. Auf vielen Höfen lagerten Abfallmengen weit über die genehmigten Kapazitäten, bestätigte ein Entsorger aus dem norddeutschen Raum die Situation. Die Behörden drückten derzeit beide Augen zu, weil auch sie keine Lösung für das Problem sähen.

Insgesamt ist die Lage am Entsorgungsmarkt für gewerbliche Siedlungsabfälle derzeit deutlich angespannt. Alle Anlagen in Deutschland sind voll ausgelastet, die Entsorgungspreise sind entsprechend kräftig gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Marktumfrage, die EUWID im Mai und Juni bei Betreibern von Müllverbrennungsanlagen und Entsorgungsunternehmen durchgeführt hat. Zahlreiche Gesprächspartner zeigten sich angesichts der starken Dynamik in der derzeitigen Preisentwicklung überrascht.

Das bedeutet allerdings nicht, dass der Abfall zu dem wesentlich höheren Preis auch sofort angeliefert werden kann. Wartezeiten von vier bis acht Wochen seien nicht unüblich, berichtete der Betreiber eines Containerdienstes aus Nordrhein-Westfalen. Viele Anlagen haben darüber hinaus einen Annahmestopp verhängt und nehmen gar keine neuen Kunden mehr an. „Wir bekommen so viele Anfragen und wir müssen sie alle abweisen“, sagte ein MVA-Betreiber aus dem süddeutschen Raum.

Der vollständige Bericht für den Entsorgungsmarkt für gewerbliche Siedlungsabfälle inklusive der Preisangaben erscheint in EUWID Recycling und Entsorgung 27/2016. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle bereits jetzt online:

Entsorgungsmarkt für gewerbliche Siedlungsabfälle

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