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Reger Exporthandel in die Türkei und nach Italien treibt Schrottpreise weiter nach oben


Das Schrottaufkommen ist derzeit äußerst knapp.
16.12.2019 − 

Nach dem regelrechten Preissturz zum Herbstbeginn hätte niemand damit gerechnet, dass die Stahlschrottpreise so schnell wieder in die Nähe des Niveaus vom Sommer zurückkehren würden. Aber wie schon im November trieben zuletzt auch im Dezember die hohe Schrottnachfrage aus dem Ausland sowie die fortgesetzte Materialknappheit die Preise wieder nach oben.

Diesem Trend konnten sich die deutschen Stahlwerke nicht entziehen und hoben die Frei-Werk-Preise ebenfalls teils deutlich an. Allerdings stellte sich die Situation Händlerangaben zufolge je nach Region sehr unterschiedlich dar. So gab es auch einige Stahlwerke, die nur wenig Schrottbedarf signalisierten und die Preise nahezu unverändert beließen.

Der größte Preisimpuls kam wieder aus der Türkei. Wie Marktteilnehmer berichten, gehen bei den türkischen Stahlwerken momentan viele Aufträge ein, einerseits aus dem Inland, vor allem aber aus dem asiatischen Raum. „Die Türkei hat die für Januar benötigten Schrottmengen noch nicht beisammen und sucht Material. Das treibt die Preise nach oben“, sagte ein Händler im Gespräch mit EUWID.

Daneben zeigte sich im Dezember auch auf Seiten der italienischen Stahlwerke ein stark gestiegener Bedarf für Schrottlieferungen aus dem Ausland. „Mir wird das Material förmlich aus den Händen gerissen“, berichtete ein auf den italienischen Markt spezialisierter Händler aus dem süddeutschen Raum.

Den vollständigen Bericht zum deutschen Stahlschrottmarkt inklusive der Preisangaben lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 51/2019. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle schon jetzt online zur Verfügung:

EUWID Preisspiegel Stahlschrott Deutschland

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