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Hohe Nachfrage im In- und Ausland treibt Schrottpreise im Mai weiter nach oben


Vor allem Neuschrott bleibt bei knappem
Angebot stark nachgefragt.
21.05.2021 − 

Der Stahlschrottmarkt hat in den letzten Wochen nochmals einen deutlichen Preissprung nach oben gesehen. Trotz durchaus positiver Erwartungen an das Mai-Geschäft, zeigten sich die Schrotthändler überrascht von der Wucht der tatsächlichen Preisentwicklung, die vor allem durch das boomende Exportgeschäft, aber auch durch eine große Schrottnachfrage der hiesigen Stahlwerke getragen wurde. Gleichzeitig bleibt das Schrottangebot, insbesondere im Neuschrott-Bereich, wegen der weiterhin durch Lieferengpässe gestörten Produktionsabläufe in der Automobilindustrie knapp.

Zum Monatswechsel sah es noch nach gleichbleibenden bzw. nur leicht steigenden Schrottpreisen aus. Hierzu wurden aber nur geringe Mengen abgeschlossen, denn die Nachrichten aus dem Exportgeschäft indizierten schnell, dass es preislich deutlich weiter nach oben gehen würde.

Exportpreis in historischen Höhen

So intensivierten die türkischen Schrottverbraucher, die sich im April lange Zeit zurückgehalten hatten, ab Ende des Monats deutlich ihre Einkaufsbemühungen. Die Stahlwerke in der Türkei profitieren besonders von der jüngsten Preisexplosion auf dem chinesischen Stahlmarkt, was die Nachfrage nach türkischen Knüppeln und Betonstahl in China und anderen asiatischen Ländern anheizt. Dies erlaubte es den türkischen Herstellern ihrerseits, die Verkaufspreise anzuheben, was wiederum dem Schrottpreis Auftrieb gab – auch weil die Schrottverfügbarkeit niedriger war, als von türkischer Seite zunächst angenommen. Der Preis für die klassische Exportsorte HMS 1/2 (80:20) stieg zuletzt auf ein 10-Jahres-Hoch

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EUWID Preisspiegel Stahlschrott Deutschland

 

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