Reclay-Mutter nun beteiligt an Finnish Plastic Recycling

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Die Herborner Raan-Gruppe ist mit 25,8 Prozent am finnischen System für Kunststoff-Recycling beteiligt. Die Reclay-Mutter will nun die Aktivitäten des Rücknahmesystems über Kunststoffverpackungen hinaus auf alle anderen Verpackungsmaterialien ausweiten. Die Raan-Tochter Frieda & August Wine Concept GmbH hat diesen Anteil im März an der Finnish Plastic Recycling Ltd erworben. Die Tochtergesellschaft halte nun als Hauptgesellschafterin die größten Anteile am System und stelle mit Reclay-Geschäftsführer Antti Tiilikainen zudem den neuen Vorstandsvorsitzenden der Finnish Plastic Recycling Ltd, teilte die Gruppe mit.

Das Unternehmen ist als autorisiertes Rücknahmesystem seit 20 Jahren für die Umsetzung der gesetzlichen Herstellerverantwortung in Bezug auf die Sammlung, Sortierung und Verwertung von gebrauchten Kunststoffverpackungen in Finnland verantwortlich. „Wir sind überzeugt davon, dass moderne Kreislaufwirtschaft international gedacht werden muss. Darum freuen wir uns sehr darüber, jetzt noch aktiver bei der Erhöhung von Sammel- und Recyclingquoten auf dem finnischen Markt mitwirken zu können“, zeigt sich Tiilikainen überzeugt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Raan-Gruppe durch eine Joint Venture Beteiligung das Beratungsangebot auf Finnland ausgeweitet. Mit der Beteiligung an dem finnischen Unternehmen sei die Gruppe nun neben Deutschland, Österreich, Slowakei, Frankreich und Kanada Betreiber eines weiteren operativen Systems gemäß der erweiterten Herstellerverantwortung.

Mehr Wettbewerb in Finnland

Reclay kündigte an, dass im ersten strategischen Entwicklungsschritt Finnish Plastics Recycling seine Dienstleistung neben Kunststoffverpackungen nun für alle weiteren Verpackungsmaterialien öffnen werde. Der entsprechende Antrag werde bis zum Ende des Monats Juni gestellt. Der Beschluss dazu sei bereits im Rahmen der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 29. April gefallen, um so einer Novellierung des finnischen Abfallgesetzes zu entsprechen. „Indem wir mit unserem Angebot alle Verpackungsmaterialien abdecken, schaffen wir den dringend benötigten Wettbewerb auf dem finnischen Markt. Dadurch sorgen wir gleichermaßen für eine höhere Kosteneffizienz und einen erhöhten Innovationsdruck, was sich in unserer bisherigen internationalen Erfahrung immer positiv auf den Markt ausgewirkt hat“, erklärt Tiilikainen. Um die rechtlichen Verpflichtungen und vorgegebenen Quoten in Finnland erfüllen zu können, seien zudem Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette erforderlich.

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