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Zementindustrie in Polen fürchtet um die Mitverbrennung von Ersatzbrennstoffen


Die Mitverbrennung von Ersatzbrennstoffen könnte in
Polens Zementwerken künftig deutlich reduziert werden.
09.03.2021 − 

Der polnischen Zementindustrie könnten in naher Zukunft die Ersatzbrennstoffe ausgehen. Das ist dem Protokoll einer Konferenz zu entnehmen, die das polnische Jagiellonen-Institut vor einigen Wochen veranstaltet hat. Der Verband der polnischen Zementindustrie hat die Informationen gegenüber EUWID bestätigt. Hintergrund ist der Entwurf des polnischen Umweltministeriums für ein neues Abfallgesetz, das den Zementwerken künftig den Zugang zu aufbereiteten Siedlungsabfällen weitgehend versperren könnte.

Dabei hatten die polnischen Zementwerke insbesondere beim Einsatz von Ersatzbrenntstoffen in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Mit einer EBS-Einsatzquote von 70 Prozent bewegen sich die Werke auf einem vergleichbaren Niveau wie die in Deutschland betriebenen Anlagen. Nach Angaben des polnischen Zementverbandes hatten die Betreiber im vergangenen Jahr rund 1,8 Mio Tonnen alternative Brennstoffe eingesetzt. Mit 1,6 Mio Tonnen ist der überwiegende Teil der Brennstoffe aus Siedlungsabfällen hergestellt worden. Die zweitwichtigste Abfallfraktion sind Altreifen – sind aber mit insgesamt 90.000 Tonnen bedeutend kleiner. Der Rest verteilt sich auf andere Fraktionen, wie beispielsweise Tiermehl.

Mit welcher Regelung des polnischen Umweltministeriums der Einsatz von EBS in Zementwerken deutlich reduziert werden könnte und warum die Menge an Siedlungsabfall für die thermische Verwertung in Polen in den nächsten Jahren insgesamt knapp werden könnte, lesen Sie diese Woche in in EUWID Recycling und Entsorgung 10/2021.  Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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