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Marktgerüchte um EEW-Verkauf


Seit 2016 ist Deutschlands größter Abfallverbrenner
EEW in chinesischer Hand.
12.08.2021 − 

Verkauft das chinesische Konglomerat BEHL Deutschlands größten Abfallverbrenner EEW? Darüber spekuliert der Finanzinformationsdienst Bloomberg in einem gestern erschienenen Bericht. BEHL soll Investmentbanken gebeten haben, Vorschläge für einen Verkauf von EEW zu unterbreiten, bezieht sich Bloomberg auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Überlegungen befänden sich allerdings in einem frühen Stadium und es sei auch möglich, dass der chinesische Staatskonzern EEW behalten will.

EEW will den Bloomberg-Bericht nicht kommentieren. Zu Marktgerüchten äußere man sich grundsätzlich nicht, heißt es von Seiten der Helmstedter Unternehmenszentrale auf Nachfrage. Wie EUWID aus Unternehmenskreisen erfuhr, soll es sich bei der kolportierten Verkaufsabsicht aber tatsächlich um ein reines Gerücht handeln. Durch die Ausgabe einer 400 Mio € starken Unternehmensanleihe trat EEW kürzlich am Kapitalmarkt prominent in Erscheinung. Vor diesem Hintergrund sei es absolut üblich, dass das Unternehmen und sein Gesellschafter von diversen Investmentbanken angesprochen und dabei Marktevaluierungen und mögliche, unverbindliche Szenarien entwickelt würden. Dies impliziere aber weder eine konkrete noch aktuelle Handlungsabsicht, heißt es aus dem Unternehmensumfeld.

Die Beijing Enterprises Holdings Limited (BEHL) hat EEW im Frühjahr 2016 für rund 1,4 Mrd € übernommen. Im selben Jahr beteiligte sich auch der chinesische Staatsfond „Silk Road“ zu einem nicht bekannten Anteil an EEW. Das Helmstedter Unternehmen betreibt aktuell 17 Abfallverbrennungsanlagen in Deutschland, den Niederlanden und Luxemburg, in denen 2020 in Summe 4,81 Mio Tonnen Abfall thermisch entsorgt wurden. 2019 erwirtschaftete EEW bei Umsätzen von 593 Mio € einen Konzernjahresüberschuss von 95 Mio €.

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