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Immer weniger Altautos in der Schweiz


Schweizer Autoverwerter vor schwieriger Zukunft.
10.08.2020 − 

In der Schweiz werden immer weniger Altfahrzeuge verschrottet. Im vorigen Jahr sank die Zahl der recycelten Altautos auf ein Zehn-Jahrestief – obwohl die Neuzulassungen um 13 Prozent zulegen konnten. Laut Zahlen der Stiftung Autorecycling Schweiz (ARS) wurden letztes Jahr nur noch 61.400 Fahrzeuge geshreddert, was ein Minus von 15 Prozent gegenüber 2018 bedeutet. Damals wurden noch 72.000 Altautos ins Recycling gegeben. „Die Autoverwerter in der Schweiz stehen vor einer schwierigen Zukunft“, schreibt die Stiftung in ihrem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht.

Gründe für die Entwicklung seien die Exporte von großteils älteren Fahrzeugen sowie die steigenden ökologischen Anforderungen an die Altautoentsorgung und der sinkende Metallwert. Im letzten Jahr wurden insgesamt knapp 165.000 Autos exportiert. Dies sei unter den derzeitigen Rahmenbedingungen in der Schweiz so längerfristig wirtschaftlich nicht mehr tragbar, stellt die Stiftung fest. Verwerter müssten ihre Betreibe schließen.

Viele Verwerter und Altmetallhändler warteten mit dem Verkauf ihrer trockengelegten Altautos an die Shredderwerke. Eine große Herausforderung für das Recycling seien auch zu viele Kunststoffsorten in den Fahrzeugen, die sich derzeit nicht mit einem vernünftigen Aufwand in genügender Qualität trennen ließen. Sortenreinheit sei unerlässlich, ansonsten sei nur ein Downcycling möglich, soweit die Stiftung.

Den kompletten Bericht zum ARS-Jahresbericht lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 33/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die aktuelle Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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