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Chinesische Zementhersteller drängen auf dem globalen Mitverbrennungsmarkt nach vorn


Die Mitverbrennung von Abfällen in Zementwerken
gewinnt weltweit weiter an Bedeutung.
30.04.2021 − 

Vor allem unter europäischen Zementherstellern ist die Mitverbrennung so genannter alternativer bzw. sekundärer Brennstoffe seit Jahren fester Bestandteil der Konzernstrategien. Aufbereitete Siedlungsabfälle, Altreifen, Klärschlämme und organische Reststoffe ersetzen im Klinkerbrennprozess fossile Energieträger und verbessern so die CO2-Bilanz der Zementproduktion. Nun entdecken zunehmend auch die chinesischen Baustoffkonzerne die Ressource Abfall für sich und treiben den Einsatz alternativer Brenn- und Rohstoffe nach oben.

Insgesamt nähert sich die weltweite Mitverbrennungsmenge in Zementöfen der Marke von 30 Mio Tonnen pro Jahr, wie eine von EUWID vorgenommene Auswertung der jüngsten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte eines Großteils der weltgrößten Zementhersteller zeigt.

Insbesondere der gemessen am Umsatz weltweit größte Baustoffkonzern CNBM (China National Building Material Group) weist in seinem letzten veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2019 einen deutlichen Mengensprung bei den mitverbrannten Abfällen aus. Insgesamt 4,8 Mio Tonnen Siedlungsabfall, Klärschlamm und gefährliche Abfälle habe der Konzern im Berichtsjahr „mitentsorgt“. Im Jahr zuvor waren es den Angaben zufolge nur 1,5 Mio Tonnen. Auch der chinesische Zementhersteller Anhui Conch, der mit 453 Mio verkauften Tonnen Zement und Klinker im letzten Jahr beim Absatzvolumen den weltweiten Spitzenplatz belegte, konnte seine Mitverbrennungsmenge im letzten Jahr gegenüber 2019 von 1,8 Mio auf 2,1 Mio Tonnen weiter steigern.

Bei CRH decken alternative Brennstoffe konzernweit bereits ein Drittel des Brennstoffbedarfs

Die Zementhersteller in Europa und auf den amerikanischen Kontinenten richten ihre Konzernziele für die Mitverbrennung maßgeblich an der "Thermal Substitution Rate" (TSR) aus, die den Anteil alternativer Brennstoffe am gesamten Brennstoffbedarf wiedergibt. Die konzernweit höchste TSR erreichte im Jahr 2020 mit 34 Prozent (Vorjahr: 33 Prozent) der irische Baustoffkonzern CRH, der über die Tochter Opterra auch zwei Zementwerke in Deutschland betreibt.

Auch der französisch-schweizerische Großkonzern Lafarge-Holcim sowie der deutsche Baustoffhersteller Heidelberg-Cement haben 2020 bei einem insgesamt rückläufigen Zementabsatz die Einsatzquoten alternativer Brennstoffe leicht auf 21 bzw. 26 Prozent gesteigert. Heidelberg-Cement hat in seinem jüngsten Geschäftsbericht eine neue TSR-Zielmarke von über 40 Prozent bis zum Jahr 2030 ausgerufen. Die Zielquoten anderer Branchengrößen liegen in einer ähnlichen Größenregion.

Den vollständigen Artikel nebst einer großen Übersichtstabelle zum Stand der Mitverbrennung bei den weltgrößten Zementherstellern lesen Sie in Ausgabe 18/2021 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits E-Paper zur Verfügung:

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