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Bilfinger und Umincorp wollen Kunststoff-Recyclinganlagen bauen


Bilfinger und Umincorp wollen Recyclinganlagen für
Kunststoffe bauen. (Symbolbild)
03.02.2021 − 

Der beiden Unternehmen Bilfinger und Umincorp wollen künftig gemeinsam mehrere Kunststoffrecyclinganlagen bauen, die auf Umincorps patentierter Magnetic Density Separation (MDS)-Technologie basieren. Eine entsprechende Absichtserklärung für eine langfristige Partnerschaft sei unterzeichnet worden, berichten die Unternehmen.

Das MDS-Recyclingverfahren soll eine um 40 Prozent höhere Rückgewinnung von Kunststoffen und eine um zehn Prozent höhere Outputqualität ermöglichen als die derzeit verwendeten Recyclingverfahren. Die erste industrielle MDS-Recyclinganlage in Amsterdam sei bereits in Betrieb. Bilfinger werde Umincorp bei der Standardisierung des Anlagenkonzepts für die internationale Expansion unterstützen, hieß es. Bilfinger und Umincorp streben an, als erstes gemeinsames Projekt eine zweite Anlage in den Niederlanden zu bauen, die sich derzeit in der Entwicklung befinde.

Ikea ist seit 2018 Anteilseigner an Umincorp

Umincorp wurde 2012 gegründet und hat die MDS-Technologie auf einen industriellen Maßstab gebracht. Im Jahr 2018 wurde Ikea ein Anteilseigner, um die MDS-Technologie weiter zu verbreiten. Das Technologie und das Umincorp-Anlagenkonzept seien durch Direktkauf oder Partnerschaften in den Zielmärkten verfügbar.

"Durch die Zusammenarbeit mit Umincorp leisten wir einen Beitrag zu weniger Kunststoffabfall und besserem Recycling", sagt Wim van den Brink, CEO von Bilfinger Tebodin. "Unsere Expertise kann Umincorp helfen, den Bau von Recyclinganlagen auf der ganzen Welt schnell voranzutreiben."

Die niederländische Tochtergesellschaft Bilfinger Tebodin wird das Engineering, die Beschaffung und die Konstruktion der MDS-Anlagen verantworten. Die deutsche Tochtergesellschaft Bilfinger Greylogix wird sie mit ihrer Expertise in der Anlagenautomatisierung und Prozesssteuerung bei der Implementierung von Fernsteuerungstechnologien in den Recyclinganlagen unterstützen, um kostengünstige Wartungslösungen zu etablieren.

Umincorp-Chef Jaap Vandehoek zufolge bietet Bilfinger nicht "nur" eine schlüsselfertige Lösung, sondern berücksichtigt von Anfang an auch den intelligenten Betrieb und die Wartung der zukünftigen Anlagen.

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