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AEB-Untersuchungsausschuss startet öffentliche Anhörung

AEB-Amsterdam
In Amsterdam sind die öffentlichen Anhörungen des
AEB-Untersuchungsausschusses gestartet.
05.07.2021 − 

Das Amsterdamer Stadtparlament hat im vergangenen Jahr einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, um den Verwaltungs- und technischen Problemen beim stadteigenen MVA-Betreiber Afval Energie Bedrijf (AEB) auf den Grund zu gehen. Ende Juni begannen die öffentlichen Anhörungen des Ausschusses, der den ehemaligen Oberbürgermeister und aktuelle und ehemalige Stadträte eingeladen hat. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen im Herbst veröffentlicht werden.

Führungspersonal von AEB will sich vor dem Ausschuss nicht öffentlich äußern, bot aber an, dies unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu tun. Paul Dirix, der Generaldirektor des Entsorgers, begründete dies in einem Schreiben an den Ausschuss mit möglichen negativen Folgen für das laufende Verkaufsverfahren für das Unternehmen, das zu 100 Prozent der Stadt gehört.

Die Stadtregierung hatte das Verfahren Ende April offiziell eingeleitet. Die Vorqualifizierungsrunde endete am 17. Mai. Die Stadt, die bei dem Verkauf von dem Beratungsunternehmen Axeco unterstützt wird, erwartet den Abschluss des Verkaufsverfahrens vor Jahresende.

Remondis und RWE als mögliche Kaufinteressenten

Laut der Tageszeitung „Het Financieele Dagblad” werden in der Branche verschiedene mögliche Kaufinteressenten genannt. Zu ihnen gehören der Hongkonger Konzern CK Infrastructure Holdings, dem seit 2013 der niederländische Entsorger AVR gehört, der Entsorger Attero, der britische Finanzinvestor Infracapital sowie Remondis und RWE.

AEB betreibt eine Müllverbrennungsanlage mit einer Gesamtkapazität von 1,4 Mio Tonnen im Jahr. Im Sommer 2019 musste das Unternehmen kurzfristig vier von sechs Linien über mehrere Monate stilllegen, weil ihre Betriebssicherheit nicht mehr gewährleistet war. Die Unterbrechung führte zu Kapazitätsengpässen und Störungen bei der Abfallbehandlung in den Niederlanden und auch im Ausland.

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