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AEB Amsterdam soll weitere 36 Mio € zur Stabilisierung erhalten


Bei der AEB hofft man auf eine
„Atempause bei der Finanzierung“.
03.07.2020 − 

Die AEB Amsterdam hat eine neue Vereinbarung zur Refinanzierung mit Banken und der Stadt Amsterdam, welcher der MVA-Betreiber gehört, getroffen. AEB kündigte am Donnerstag an, dass die Stadt bereit sei, zusätzlich zu den 35 Mio €, die sie dem Unternehmen bereits zur Verfügung gestellt hat, weitere 36 Mio € zur Verfügung zu stellen. Diese staatliche Beihilfe muss allerdings noch von der Europäischen Kommission genehmigt werden. Die Banken würden sich im Gegenzug bereit erklären, ihre Kreditbedingungen zu lockern, teilte das Unternehmen mit. Davon erhofft sich die AEB eine „Atempause bei der Finanzierung“.

Die Finanzierungsvereinbarung wurde zusammen mit der Veröffentlichung der AEB-Zahlen für die Jahre 2018 und 2019 bekannt gegeben – erwartungsgemäß „zwei enttäuschende Jahre“, so das Unternehmen. AEB verbuchte für 2019 einen Nettoverlust von 82 Mio €, was zum großen Teil auf die im Zusammenhang mit der Anlagenstilllegung im letzten Sommer entstandenen Kosten zurückzuführen ist. Durch diese Abschaltung waren rund 70 Prozent der Gesamtkapazität der Müllverbrennungsanlage von 1,4 Mio Tonnen pro Jahr für mehrere Monate außer Betrieb. Dies führte zu Problemen auf dem Abfallwirtschaftsmarkt in den Niederlanden und darüber hinaus. In dieser Zeit gingen die Einnahmen von AEB zurück. Gleichzeitig musste das Unternehmen zusätzliche Kosten aufwenden, um die Behandlung der vertraglich verpflichteten Mengen sicherzustellen.

Für das laufende Kalenderjahr erwartet AEB hingegen wieder einen kleinen Gewinn. Trotz der positiven Leistung im ersten Halbjahr enthalte die Prognose jedoch eine gewisse Unsicherheit, da die Mengen aus dem gewerblichen Bereich aufgrund der durch die Pandemie bedingten Schließungen stark zurückgingen. „Nehmen Sie zum Beispiel Schiphol, von dort wurde monatelang fast nichts geliefert. Weniger Lieferung bedeutet weniger Umsatz – wir werden diesen Coronaeffekt in den Zahlen für 2020 sehen“, erklärte AEB-Chef Paul Dirix.

Den kompletten Bericht zur aktuellen Situation bei der AEB Amsterdam lesen Sie kommende Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 28/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht der Artikel bereits ab Dienstag, 14 Uhr in unserem E-Paper zur Verfügung:

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