WWF kämpft im Metaverse gegen Plastikmüll

Die Naturschutzorganisation WWF will zusammen mit der Künstlergruppe „Savespecies“ auch in einer virtuellen Computerwelt gegen die weltweite Verschmutzung der Gewässer durch Plastikmüll kämpfen. Zum Aktionstag „World Cleanup Day“ am vergangenen Samstag wurde im sogenannten „Metaverse“ der Ausstellungsraum #OceanDetox eröffnet, teilte der WWF mit.

Die Ausstellung soll die Aufmerksamkeit auf die weltweite Plastikmüllkrise lenken und konkrete Umweltschutzmaßnahmen unterstützen. „User können sich in der von den Savespecies-Künstlern kreierten virtuellen Parallelwelt bewegen, um sie spielerisch zu erkunden“, erklärte ein WWF-Sprecher.

Herzstück der Ausstellung, die unter www.saveyour.world erreicht werden kann, ist ein Wal, der sich aus 50 schwebenden Plastikmüllobjekten zusammensetzt. Diese können als digitale Kunst erworben werden.

Mit den Erlösen soll beispielsweise die Arbeit des WWF zur Bekämpfung der Plastikflut in Vietnam unterstützt werden. Die Umweltschutzorganisation hatte bereits im letzten Jahr den Hype um virtuelle Kunst und die digitalen Echtheitszertifikate NFT genutzt, um auf die Lage bedrohter Tierarten aufmerksam zu machen. Dafür verkaufte der WWF die Werke von zehn Digital-Künstlern, die sich mit bedrohten Arten wie den Berggorillas oder den Vaquita-Walen beschäftigten.

Der WWF warnt mit der Aktion im Metaverse, das zum Facebook-Konzern gehört, vor einer bedrohlichen Zuspitzung der Müllkrise. Nach Angaben der Organisation landen jedes Jahr bis zu 23 Mio Tonnen Plastikmüll in den Gewässern der Welt. Das entspreche etwa zwei LKW-Ladungen pro Minute. „Schon heute verschlucken Schätzungen zufolge 90 Prozent der Seevögel und die Hälfte aller Meeresschildkröten Plastikteile,“ so der WWF. (dpa)

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