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Uni Köln untersucht Stand der Digitalisierung bei Entsorgern

Digitalisierung
Digitalisierung: Wo steht die Entsorgungswirtschaft?
15.06.2020 − 

Wissenschaftler der Universität Köln untersuchen den Stand der Digitalisierung in der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft. Wie der Systembetreiber Zentek Anfang der Woche mitteilte, untersuchen drei Forscher des Kölner Instituts für Wirtschaftsinformatik die Digitalisierung der Branche in einer Pilotstudie mit einer breit angelegten Umfrage unter mehreren hundert Unternehmen. Die Pilotstudie wird von Zentek unterstützt.

Unternehmen der Branche können bis zum 3. Juli unter an der Umfrage teilnehmen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen spätestens im Oktober vorliegen und veröffentlicht werden.

Das Forscherteam erhofft sich den Angaben zufolge Antworten auf Fragen aus allen Unternehmensbereichen. "Wir wollen auf Basis der Ergebnisse unserer Pilotstudie den Stand der Digitalisierung der Entsorgungswirtschaft feststellen, einen Ausblick geben und auch Handlungsempfehlungen generieren", sagte Rebecca Borchard, die die Pilotstudie federführend umsetzt.

Was sind die wesentlichen Treiber und Hemmnisse der Digitalisierung?

So geht es in der Umfrage den Angaben zufolge unter anderem um allgemeine und spezifische Einflüsse der Digitalisierung auf die verschiedenen operativen und administrativen Unternehmensbereiche, um Vertriebskanäle, über die die Kunden bestellen, um die Automatisierung und das Überwachen der Transport- und Behälterlogistik sowie um die Technik in Sortieranlagen.

Zugleich wollen die Wissenschaftler erfahren, welche Chancen und Risiken die Unternehmen mit der Digitalisierung verbinden, was Treiber und Hemmnisse für die weitere Entwicklung sind und wie sich aus ihrer Sicht die Kundenbedürfnisse entwickeln. Darüber hinaus interessieren sich die Wissenschaftler für den Einfluss der Covid-19-Pandemie auf die weiteren Planungen.

Keine Rückschlüsse auf Personen oder Unternehmen möglich

Fragen zu Geschäfts- und Finanzberichten werden den Angaben zufolge nicht gestellt. Die Umfragedaten würden nach ethischen Richtlinien wissenschaftlicher Forschung erhoben und vertraulich behandelt, so Zentek in seiner Mitteilung. Es bestehe daher keine Möglichkeit, Rückschlüsse auf Personen oder Unternehmen zu ziehen.

"Alle reden darüber, aber es scheint, dass kaum einer den tatsächlichen Stand der Digitalisierung unserer Branche kennt", sagte Stephan Schnück, Geschäftsbereichsleiter Zentek Digital. "Es wird Zeit, dass wir einen möglichst umfänglichen Überblick bekommen. Schließlich wollen wir alle den Umwelt- und Klimaschutz immer mehr verbessern. Und die Digitalisierung kann uns helfen, das noch umwelt- und klimaschonender und auch kundenfreundlicher zu tun", so Schnück weiter.

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