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Suez will Gülle und Gärreste flächendeckend aufbereiten

Gülle-Pellets
Gülle-Pellets (Bild: Suez Deutschland)
05.09.2019 − 

Der Umweltkonzern Suez will landwirtschaftliche Reststoffe wie Gülle und Gärreste flächendeckend aufbereiten und zu Produkten für die Düngemittelindustrie und die Landwirtschaft weiterverarbeiten. Wie das Unternehmen mitteilte, plant Suez derzeit einen flächendeckenden Rollout des Betriebs großtechnischer Aufbereitungsanlagen. Zuvor hatte Suez ein vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB entwickeltes Verfahren in seiner Pilotanlage im sachsen-anhaltischen Zorbau getestet.

Mit der technologischen Umsetzung des Verfahrens will Suez nach eigenen Angaben dafür sorgen, dass Gülle und Biogasgärreste vollständig verwertet und die recycelten Rohstoffe wieder dem Boden zugeführt werden können. „Mit der ressourceneffizienten Lösung können wir wertvolle Nährstoffe für die Düngemittelindustrie und Landwirtschaft zurückgewinnen. Feste, organische Bestandteile dienen zum Beispiel als Bodenverbesserer oder Bestandteil von Pflanzenerden. Am Ende bleibt nur Wasser übrig“, sagte der Leiter Geschäftsfeldentwicklung Recycling und Recovery von Suez Deutschland, Kai Bastuck.

200 Mio Kubikmeter Gülle und Biogasgärreste jedes Jahr

Suez zufolge landen mehr als 200 Mio Kubikmeter Gülle und Biogasgärreste jährlich auf Feldern und Wiesen. Phosphor und Stickstoff sind wichtige Pflanzennährstoffe, die jedoch im Falle eine Nährstoffüberversorgung unter anderem in Grund- und Oberflächengewässer ausgetragen werden. Als Nitrat beeinträchtigt der Stickstoff die Qualität des Grundwassers.

Dabei ist die Überlastung der Böden durch zu hohe Nitrat- und Phosphat-Einträge Suez zufolge nur ein Teil einer noch viel umfassenderen Düngeproblematik, die aus einer sehr ungleichen Verteilung resultiert. Kurz gesagt: Dort, wo viel Gülle anfällt, fehlen Flächen für die Verwertung. Woanders herrscht hingegen ein hoher Nährstoffbedarf.

Ungleiche Verteilung

Suez will mit dem „BioEcoSIM“-Verfahren unter anderem dazu beitragen, das Problem der ungleichen Verteilung zu lösen, indem leicht zu transportierende und für die Düngemittelindustrie beziehungsweise für die Landwirtschaft verwendbare Rohstoffe produziert werden.

Wo Suez die erste großtechnische Anlage errichten will, verrät das Unternehmen nicht genau. „Wir planen die erste Inbetriebnahme in einem Gebiet mit dem größten Nährstoffüberschuss“, so Bastuck.

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