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Massiver Zubau von Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen prognostiziert


Klärschlamm-Container (Symbolbild)
09.01.2019 − 

Die thermische Verwertung von Klärschlamm ist auf dem Vormarsch. Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Trendresearch erwartet für die kommenden Jahre einen massiven Zubau von Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen. Zusätzlich zu den 23 Bestandsanlagen seien aktuell mindestens 33 Neubauprojekte in Planung, schreibt Trendresearch in einer aktuell vorgestellten Studie. Insbesondere die in den kommenden Jahren in Kraft tretenden Verpflichtungen zur Phosphorrückgewinnung werden die Verwertungswege in Richtung der thermischen Verwertung verschieben. Allerdings wachse auch die Gefahr eines Schweinezyklus’.

Nach Angaben des Bremer Beratungsunternehmens gibt es in Deutschland zurzeit 23 Monoverbrennungsanlagen zur Klärschlammverwertung mit einer Gesamtkapazität von rund 620.000 Tonnen Trockensubstanz (TS). Weiterhin gebe es Planungen für 33 Neubauprojekte mit einer Gesamtkapazität von über 1,0 Mio Tonnen TS.

Die meisten dieser Kapazitäten würden in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern geplant, wobei sich der überwiegende Teil noch in der Planungs- und Genehmigungsphase befinde. Neben den 33 „offiziellen“ Neubauprojekten sei im Markt von fünf weiteren potenziellen Projekten die Rede.

Diese vielen Neubauprojekte lassen laut Trendresearch die Angst vor einem Schweinezyklus aufkommen, zumal das kommunale Klärschlammaufkommen in den kommenden Jahren weiterhin leicht sinken werde von aktuell 1,77 Mio Tonnen TS auf voraussichtlich 1,71 Mio Tonnen in 2030. Wie in der Mitte des vorigen Jahrzehnts im Bereich der Ersatzbrennstoffkraftwerke, als Mengen plötzlich stark zurückgingen und Projekte nicht mehr rechtzeitig aufgehalten werden konnten, könnte es dann auch auf dem Klärschlammmarkt zu fallenden Preisen und unausgelasteten Anlagen kommen, warnen die Bremer Forscher.

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