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Leag-Miteigentümer EPH übernimmt Steag Power Minerals

Steag-Zentrale
Steag verkauft Power Minerals an EPH.
12.03.2021 − 

Der tschechische Energieversorger EPH übernimmt die Steag-Tochter Power Minerals (SPM). Der Essener Kraftwerksbetreiber und die tschechische Energetický a průmyslový holding (EPH) teilten heute gemeinsam mit, dass die EPH-Tochter EP Power Europe (EPPE) am Mittwoch einen entsprechenden Kaufvertrag unterzeichnet hat.

Die EPH ist mit 50 Prozent Miteigentümerin des Energiekonzerns Leag, die nach dem Kohleausstieg unter anderem in der energetischen Abfallverwertung einen Zukunftsmarkt für sich sieht und zusammen mit dem Entsorger Veolia am ostdeutschen Braunkohlestandort Jänschwalde ein EBS-Kraftwerk errichten möchte. SPM vermarktet Kraftwerksnebenprodukten wie beispielsweise Flugasche und REA-Gips und bietet eine breite Palette an Dienstleistungen im Bereich der Abfallentsorgung an.

Die Flugasche aus Steinkohlekraftwerken kann nach Angaben von Steag und EPH beispielsweise in der Zementherstellung eingesetzt werden und dort Klinker substituieren. Flugasche reduziere bei dieser Form der Verwertung den CO2-Fußabdruck der Zementindustrie, denn die Herstellung von einer  Tonne Klinker verursacht rund 0,8 Tonnen CO2. Darüber hinaus verbessere die Beimischung von Steinkohlen-Flugasche die Zementqualität für die Bauindustrie, heißt es in der Mitteilung der beiden Konzerne weiter. Auch REA-Gips weise gegenüber Naturgips sehr günstige Umwelt- und CO2-Eigenschaften auf. 

Steag "mitten in einem Transformationsprozess"

„Steag Power Minerals ist einer der europäischen Marktführer im Segment der Flugascheaufbereitung, und deren Einsatz spart CO2-Emissionen, was unser langfristiges Ziel der nachhaltigen Entwicklung ist. Deshalb freuen wir uns, die Verantwortung für rund 155 hochqualifizierte SPM-Mitarbeiter zu übernehmen, und dank der SPM-Akquisition können wir diese schonende Art der Zementherstellung, eine Schlüsselkomponente in der Bauindustrie, in unser Portfolio aufnehmen“, sagt EPPE-Vorstandsmitglied Tomáš Novotný.

Details zum Verkauf, der noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung steht, nannten die Unternehmen nicht. Als Begründung für den Verkauf heißt es in der Mitteilung der beiden Unternehmen, das Profil der SPM passe nach dem beschlossenen Kohleausstieg in Deutschland nicht mehr zur Steag. „Wir sind überzeugt, dass die getroffene Vereinbarung mit EPPE die bestmögliche Option sowohl für SPM und ihre Mitarbeiter als auch für Steag ist, die sich mitten in einem Transformationsprozess befindet und sich auf neue Geschäftsfelder in den zukünftigen Energiemärkten ausrichtet“, sagte Steag-Geschäftsführer Joachim Rumstadt.

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