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Geminor meldet mehr EBS-Exporte aus Deutschland


Bild: Geminor
14.03.2019 − 

Die Gewerbeabfallverordnung lässt offenbar die deutschen Exporte an Sekundärbrennstoffen nach Schweden und den Niederlanden steigen. Der norwegische Ersatzbrennstoffhändler Geminor verzeichnet nach eigenen Angaben ein zunehmendes Interesse am Export von Ersatzbrennstoffen (EBS) aus mehreren Entsorgungsanlagen in ganz Deutschland.

Die neuen Vorschriften der Gewerbeabfallverordnung zur Sortierung deutscher Abfälle führten zu einer höheren Nachfrage, insbesondere aus den nordischen Märkten. Seit Ende Januar exportiere Geminor Sekundärbrennstoffe von Deutschland nach Schweden und starte nun auch den Export in die Niederlande.

Aus Sicht des für Deutschland zuständigen Geminor-Managers Andreas Hefler hat die neue deutsche Regelung zweifellos Auswirkungen auf die Abfallexporte. Eine bessere Sortierung bedeute eine höhere Qualität der Sekundärbrennstoffe, was für die Abnehmer wichtig sei. Infolgedessen und aufgrund der Unsicherheiten um den Brexit schenkten die nordischen Länder und andere Ersatzbrennstoff-Märkte Deutschland nun mehr Aufmerksamkeit, sagt Hefler.

Nach seinen Angaben werden neben den Werken in Schweden im laufenden Jahr auch zwei große Werke in den Niederlanden 25.000 Tonnen deutsche Ersatzbrennstoffe von Geminor erhalten. Geminor dürfte in diesem Jahr von mehreren deutschen Abfallproduzenten mehr Brennstoffe exportieren. „Aus der Region Kiel werden wir 10.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe über den Hafen von Malmö nach Schweden exportieren. Der Landkreis Hamburg wird uns 5.000 Tonnen EBS zur Verfügung stellen, und aus der Region Düsseldorf werden wir den Export von rund 10.000 Tonnen EBS nach Schweden abwickeln“, so Hefler.

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