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DSD fordert kein Pardon bei Quotenverfehlung


DSD-Chef Wiener fordert, dass
die Verfehlung von Quoten
bereits für 2019 geahndet wird.
05.11.2019 − 

Der Grüne Punkt fordert die Behörden auf, dem „kreativen Wettbewerb“ von Konkurrenten einen Riegel vorzuschieben. In einem Schreiben warnt DSD-Chef Michael Wiener davor, dass andere duale Systeme offenbar planten, den zuständigen Stellen anzukündigen, dass eine Verfehlung der Recyclingquoten für 2019 leider nicht auszuschließen sei, weshalb eine Übergangsfrist nötig wäre.

Wie Wiener schreibt, solle damit um Verständnis geworben werden, weil das Verpackungsgesetz schließlich neu und kompliziert sei und das Marktumfeld unübersichtlich. Außerdem falle die Sekundärrohstoffverwertung wegen der weitgehenden Schließung der Verwertungswege nach Asien unerwartet schwierig und defizitär aus. Man erwarte ob dieses herausfordernden Umfeldes eine „Übergangsfrist“, bis zu der die volle Quotenerreichung nach dem Verpackungsgesetz suspendiert werde.

Wiener forderte die Behörden auf, einem solchen Ansinnen eine Absage zu erteilen. Sie sollten klarstellen, dass die Quotenvorgaben des Verpackungsgesetzes bereits für den Mengenstromnachweis des Jahres 2019 vollumfänglich gelten und dass Verfehlungen mit den vom Verpackungsgesetz vorgesehenen Maßnahmen auch geahndet werden.

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